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ImaArtist / Pixabay

Zukunftsvisionen für den Möckernkiez 2030

Nun ist das Zukunftsforum 2030 abgeschlossen. Am 22. März 2022 wurde auf der Online-Abschlußveranstaltung das 40seitige Ergebnispapier vorgestellt. Leider war das geweckte Interesse unter den Genossen und Genossinnen nicht sehr groß. Von den ca. 3000 Mitgliederinnen haben nur rund 90 teilgenommen. Das sind abzüglich der Organistoren und dem Zukunftsforumsteam gerade mal 2-3% der Mitglieder. Die Umfrage zur Erweiterung aus 2020 hatte sehr viel mehr Interessierte erreicht.
Sehr hilfreich war aber offensichtlich der Vortrag von Renate Berg zum Konzeptverfahren (hier verlinkt). Die Empfehlungen und Antworten von Renate Berg finden sich fast vollständig in den Zielen des Ergebnispapiers wieder. Die zu erbringenden Vorleistungen, schon in der Bewerbungsphase des Konzeptverfahrens, scheinen jedoch beachtlich zu sein.

Hier ein Auszug aus dem Ergebnispapier Zukunftsforum 2030:

Ein zentrales Thema beim Neubau ist der Grunderwerb, hier wurde die Bewerbung um ein landeseigenes Grundstück in Erbbaurecht als am aussichtsreichsten gesehen. Es wurde – beispielhaft – ein Prozessweg entwickelt, der auf Vergabeverfahren der Berliner Immobilien Management GmbH (BIM) zugeschnitten ist.
Da in der Grundstückserwerbsphase schnelles Handeln erforderlich ist, ist vorherige Klärung und Einigkeit über die Ziele der Genossenschaft wichtig. Wir empfehlen hierzu eine Steuerungsgruppe einzusetzen. Die Beteiligung der Mitglieder ist in einigen Projektphasen möglich und sinnvoll, in anderen nicht (eine Definition muss im Folgenden erarbeitet und abgestimmt werden).
Um dem starken Bedürfnis nach ökonomischer Sicherheit für die Bestände der Genossenschaft entgegenzukommen und damit keine zusätzlichen finanziellen Belastungen entstehen, haben wir folgenden Vorschlag entwickelt:
Ein neues Projekt soll durch die Genossenschaft entwickelt werden, die ihren Erfolg und ihre Bonität nutzen kann, um günstigere Finanzierungsbedingungen für ein neues Projekt zu erlangen. Ein neues Projekt erhält dadurch die Unterstützung, aber zugleich gilt der Grundsatz, dass Finanzierung und Bewirtschaftung neuer Projekte vollständig projektbezogen sein müssen, die neuen Bauprojekte ihren Bau also eigenständig finanzieren und in der Bewirtschaftung sich selbst wirtschaftlich tragen.
Ab einem gewissen Zeitpunkt im Realisierungsverfahren müssen sich dabei auch die zukünftigen Mieter finanziell verbindlich einbringen.

Quelle: Ergebnispapier Zukunftsforum 2030

Die Ergebnisse unterscheiden sich nun nicht so stark von den Erkenntnissen vor dem Zukunftsforum 2030. Schon in 2020 waren viele Umfrageteilnehmer bereit auch eventuelle finazielle Risiken abzudecken. Eventuell wären die Kosten von ca. 40.000,- € für das Zukunftsforum also schon besser direkt in die Vorleistungen eines Konzeptverfahrens und als Honorar für eine Projektentwicklerin angelegt gewesen.

Das Thema Erweiterung scheint trotz Satzungsvorgabe aus Sicht der Wohnenden sehr angstbesetzt zu sein. Was bis heute jedoch noch offen ist: Wollen die Genossenschaftsmitgliederinnen eine Erweiterung?
Diese längst überfällige Entscheidung steht für die nächste Mitgliederversammlung an.

Siehe auch: Start des Zukunftsforums 2030 – Zukunftsforum 2030 stolpert los