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Es gibt Stimmen im Möckernkiez

Der letzte Stand ist am Ende des Beitrags zu lesen. Zuletzt am 8. Okt 2021

Der zunehmende Bürokratismus und immer undurchsichtigere Entscheidungen im Möckernkiez machen es den ehrenamtlichen Aktiven schwer und schwerer.
Viele Aktionen und auch die Kulturveranstaltungen werden von nur wenigen ehrenamtlichen Männern und Frauen auf die Beine gestellt. Der Applaus und die Spendenbereitschaft sind dann meist sehr groß. So hat es die Kulturgruppe immer wieder geschafft ein abwechslungsreiches Programm zu gestalten. Sowohl die Nachbarschaft um den Möckernkiez als auch die Künstler freuten sich über die Abwechslung auf der einen und über gute Spenden auf der anderen Seite.
Nun rumort es etwas gewaltig. Die Organisatoren der Veranstaltungen auf dem Kiezplatz fühlen sich mehr behindert als gefördert und denken zum Teil daran, einfach hinzuschmeißen.

Die Situation stellt sich derzeit so dar: Die Möckernkiez Vereinsvorständinnen hören Stimmen und ordnen, wahrscheinlich wegen ein zwei Personen, eine absurde Türnutzungsregel an. Diese untersagt den Durchgang durch den Hausflur von Hausnummer 3 für die AG Kultur. Das bedeutet, dass die Stühle und das Equipment für die Veranstaltungen auf dem Kiezplatz fünf bis sechmal so weit durch die gesamten Gemeinschaftsräume getragen werden sollen. Der Vorstand der Genossenschaft tut die Entscheidung als kindisch ab und zieht sich aus der Affäre, indem er wieder auf den Vereinsvorstand verweist. Dann sollte ein Antrag im Beirat eingereicht werden … wieso eigentlich im Beirat? Um an den Passierschein A38 zu kommen müsste doch erst ein mehrseitiger Antrag mit Durchschlag eingereicht werden, ein Vorschlag für den Vorstand der Genossenschaft erarbeitet werden, der dann am Ende, in zwei bis drei Monaten, wieder dem Vorstand der Genossenschaft zur Entscheidung vorgelegt werden soll. Geht es dann wieder an den Verein? Hier wird doch mindestens eine Partei auf den Arm genommen, oder wie erklärt man das?

Schaffen wir uns schleichend immer mehr berhördenähnliche intransparente Rundtisch- und Verbotsgremien mit Verwaltern und Verwalterinnen mit endlos viel Zeit? Schaffen diese Gremien Extraregeln über jede Hausordnung oder jeden Vertrag hinweg, die uns immer mehr einschränken?
Unklar ist auch, welche Nutzungsrechte jede Genossin an den Gemeinschaftsräumen hat. Können diese von Bewohnern aus G02 gemeinsam mit einem Vorstand aus dem Verein einfach so ausgehebelt werden? Und wenn das der Fall ist, wie viele Genossen würden da nicht sofort ihre Nutzungsrechte gegen eine geringere Miete einfach abgeben? Am schnellsten lässt sich das klären, wenn ein Fachanwalt in die Verträge schaut und eine Einschätzung abgibt. Scheinbar verwechseln auch einige Genossen mittlerweile die Hausgruppentreffen mit einer Eingentümerversammlung.

Woher die geisterhaften Simmen kommen und was diese tatsächlich sagen, dazu gibt es seit Anfang August 21 keine öffentliche Aussage vom Vereinsvorstand. Man verweist auf das „laufende Verfahren“.

Updates mit Anmerkungen der Blogger:

Update vom 14. Oktober – Die letzten beiden umstrittenen Events am 10. und 24. Oktober 2021 wurden wegen der nasskalten Wetterprognosen und zu wenig Spendeneinnahmen für die Künstler von der Kultirgruppe aus dem Kalender genommen. Damit wurde der Konflikt wohl vorerst niedergeregnet und die Sitmmen verstummen bis zur nächsten Saison.

Update vom 8 Oktober – Die Kulturgruppe wird kleiner. Einige Mitglieder haben sich gelöst und engagieren sich in anderen Projekten mit etwas mehr Gestaltungsspielraum. Schade …

Update vom 24. September – Das Gespräch am runden Tisch zwischen dem Vereinsvorstand und Gebäude 2 Aufgang 2 „war ein gutes Treffen“. Zu einem konkreten Ergebnis kam man nicht. Nun ist ein weiteres „Rundtischevent“ für den 28. Oktober um 19 Uhr angesetzt. Die gute Nachricht für das Kulturteam: Es ändert sich vorerst nichts und auch das letzte Event am 24.10. der Saison 2021 kann unkompliziert durch den Aufgang von Gebäude 2 bedient werden. Man wird sehen, was das Jahr 2022 bringt. Ob die Stimmen aus G02 wieder vom Vereinsvorstand erhört oder dem Kulturteam die kurzen Wege erhalten bleiben, scheint noch nicht ausgemacht zu sein.

Update vom 11. September – Was ergab die Vorstandsversammlung der Möckernkiez Vereins? Beschämtes Schweigen? Scheinbar wurden auch am 22.6.21 außerhalb des Radars der Genossenschaft neue und sehr enge Raumvergaberichtlinien festgelegt. Wer macht das? Eine unkomplizierte Nutzung durch „einfache“ Genossinnen und Genossen ist offensichtlich gar nicht mehr vorgesehen. Die Vergabe wirkt intransparent – es hat mehr und mehr den Anschein, als nutzen ein paar wenige Genossinnen die „Gemeinschaftsräume“ für ein „paid closed personal“ Arbeits-, Sport- oder Wohlfühlprogramm?

Update vom 2. September – Am 20. Spetember sollen nun die Stimmen aus G02 angehört werden – so ein Rumgeeiere – bitte ihr Stimmen aus G02, fragt ihr doch einen Rechtsanwalt, damit das Thema endlich vom Tisch kommt – wer traut sich? Die Kulturgruppe sieht keinen sinnvollen Grund einen Umweg zu machen.
Ist denn der Verein nicht in der Lage die Nutzungsinteressen zügig zu vertreten? Sollte sich da nicht lieber gleich die Kulturteam als Betreiber für Gemeinschaftsräume bewerben?

Update vom 1. September – Ein anonymer Aushang an der Litfaßsäule zum Thema wurde von Mitgliedern der AG Kommunikation entfernt. Der Aushang wird „für einen konstruktiven Prozess als erschwerend“ eingeschätzt. Inhaltlich gab es keine Einwände.
Die AG Kommunikation gehört zum Möckernkiez Verein und ist auch mit Vereinsvorständen besetzt.

Update vom 29. August – Was ist da los? Die wenigsten im Vereinsvorstand scheinen die absurde Entscheidung zu teilen. Wer sind die Vorstände, die so gegen die Interessen der Gemeinschaft agieren. Wen haben sich die Mitglieder da gewählt? Hier wurde offensichtlich zu viel Vertrauen vorgeschossen – mehr Transparenz wäre wünschenswert!

Update vom 25. August – Diskussionen kommen auf, wozu der Verein eigentlich noch gebraucht wird: „Warum muss denn überall der Verein mitreden – in den einzelnen Gruppen z. B. Möca und Kultur sind doch genug erwachsene Leute, wir brauchen doch keine kindliche Bevormundung.“ Sagt eine aufgebrachte Stimme auf dem Kiezplatz an der Litfaßsäule. Tatsächlich ist die Kulturgruppe eine der wenigen, die einen unmittelbaren gemeinnützigen Beitrag über die Grenzen des Möckernkiez hinaus leistet.

Update vom 24. August – „Wir wünschen uns vom Vorstand des Vereins eine uns und unserer Arbeit gegenüber würdigende und respektierende Haltung.“ schreibt die AG Kultur. Doch der Vorstand des Möckernkiez Verein duckt sich weg – keine Reaktion.

Update vom 17. August – Wem gehören die Hausflure? Genossinnen prallen aufeinander und diskutieren das – muss das denn wirklich sein? Bitte lieber Genossenschaftsvorstand, klärt das endlich. Sonst sperrt G03 den Zugang zur Tiefgarage? G13 macht dicht für Kellernutzer aus anderen Häusern oder andere kommen nicht mehr an ihre Fahrräder in G11?

Update vom 13. August – Die Anordnung des Vereinsvorstands wurde scheinbar still wieder zurück genommen. Und nun naht aber die Stunde der Bürokratinnen. Als gäbe es nichts schöneres, wird nun ein Runder Tisch eingerichtet. Ist das wirklich noch verantwortungsvoller Umgang mit Lebenszeit?

Update vom 11. August – Bisher schweigt der Vereinsvorstand zu der absurden Anordnung – war das denn nicht abgestimmt?

Update vom 10. August – Irgendwie kommt nun auch noch die AG Kommunikation mit ins Spiel – warum das denn? Na vielleicht leisten sie ja praktische Hilfe beim Tragen der Stühle 😉

¯\_(ツ)_/¯

Heftige Krititk am Vorstand des Möckernkiez Verein – kindische Regelungen, Behörden und Bürokratie … vorgespielte Kompetenz und Intransparenz im Möckernkiez Verein sind für das Miteinander im Möckernkiez langfristig nicht gut. Vertrauen kommt zu Fuß und geht zu Pferd.