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Tour Brandenburg – Etappe 7 und 8

Die kombinierte siebte und achte Etappe der Radtour Tour Brandenburg verbindet auf rund 80 Kilometern zwei der landschaftlich stärksten Abschnitte der Uckermark. Die Route startet in Fürstenberg/Havel, einer Stadt zwischen Röblinsee, Baalensee und Schwedtsee, und führt konsequent durch eine wasserreiche, ruhige Kulturlandschaft mit hoher Dichte an Seen, Wäldern und historischen Orten.
Die Route bietet eine sehr hohe landschaftliche Qualität ohne technische Schwierigkeiten. Hohe Dichte an Badestellen, stabile Wegeführung und mehrere kulturelle Highlights machen sie ideal für ein bis zwei entspannte Tagesetappen. Die Kombination aus Seenlandschaft, historischen Orten und guter Bahnanbindung ist in dieser Form in Brandenburg selten.

Infrastruktur und Logistik
Anreise: RE5 von Berlin Südkreuz nach Fürstenberg etwa 60 Minuten
Zwischenabbruch km 37: Ab Templin Stadtbahnhof mit dem RB12 Richtung Berlin möglich
Zwischenabbruch km 67: Ab Joachimsthal RB63 nach Eberswalde
Rückreise: RE3 ab Chorin Richtung Berlin etwa 60 Minuten
Alternativ: Ab Eberswalde Bahnhof (ca. 10 km weiter) mit dem RE3, RB63 oder RB24.

Landschaft und Streckencharakter
Die Strecke ist technisch einfach zu fahren, mit einem sehr hohen Anteil an asphaltierten oder gut verdichteten Wegen. Charakteristisch sind lange Abschnitte entlang von Seen, durch lichte Kiefernwälder und kleine Dörfer. Das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin prägt den zweiten Teil deutlich und zählt zu den größten zusammenhängenden Schutzgebieten Deutschlands.
Um die sportliche Herausforderung etwas zu steigern kann die Tour auch mit einigen Gravel-Abschnitten kombiniert werden – wer Brandenburger Sand und Waldwege mag, kommt dann ebenfalls auf seine Kosten.

Etappe 1: Fürstenberg bis Templin ca. 40 km
Der Startpunkt Fürstenberg/Havel bietet mit der Stadtkirche und der nahegelegenen Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück einen historischen Einstieg. Kurz hinter der Stadt beginnt die typische Uckermark Landschaft mit Seenketten und ruhigen Nebenstraßen.
Ein erster Höhepunkt ist Himmelpfort mit der Zisterzienser Klosterruine aus dem 13. Jahrhundert, dem Kloster Kräutergarten und dem bekannten Weihnachtshaus. Badestellen liegen direkt am Wasser.
Weiter führt die Route nach Lychen, einer Flößerstadt zwischen mehreren Seen. Besonders relevant sind das Strandbad am Großen Lychensee, der Wurlsee sowie das Flößereimuseum. Gute Infrastruktur für Pausen und Versorgung.
Über Alt-Placht mit seiner Feldsteinkirche erreicht man Templin.
Von Alt-Placht nach Neu-Placht wäre abweichend eine sandige Gravel-Alternative zu befahren.
Templin besitzt eine vollständig erhaltene mittelalterliche Stadtmauer von rund 1,7 Kilometern Länge. Zentrale Punkte sind die Maria-Magdalenen-Kirche und das historische Stadtzentrum.

Pause circa eine Stunde:
In Templin ist eine längere Pause von circa einer Stunde im Café am Bürgerpark (3 Haselnüsse Bio-Deli Cafe) in Templin eingeplant. Die Sonnenterrasse, die Lage am Wasser und die Nähe zur Altstadt machen es zu einem effizienten Stopp für Erholung und Versorgung vor dem zweiten Abschnitt.

Etappe 2: Templin bis Chorin ca. 40 km
Hinter Templin wird die Strecke ruhiger und naturgeprägter. Über Ahlimbsmühle nach Gollin und Friedrichswalde erreicht man Joachimsthal. Gravellerabzweigungen gibt es nach einen Kilometer nach Ahlimbsmühle, dann nochmal zwischen Joachimsthal entlang der Bahnstrecke oder eine kürzere Version als Abzweig vom Radweg auf unbefestigten Waldwegen – für Sportler.
Der Werbellinseeist in Joachimsthal ist bis zu 55 Meter tief und gehört zu den klarsten Gewässern Brandenburgs.
Wer Zeit hat kann noch einen Abstecher zum Kaiserbahnhof machen…
Anschließend folgt der Grimnitzsee mit Aussichtspunkt des BIORAMA Projekts. In Althüttendorf gibt es Naturbeobachtungspunkte mit Blick auf die Seenlandschaft und Vogelwelt.
Unser Ziel ist der Bahnhof Chorin.
In der Nähe befindet sich noch Kloster Chorin. Die Backsteingotik aus dem 13. Jahrhundert zählt zu den bedeutendsten Bauwerken dieser Art in Norddeutschland und ist regelmäßig Veranstaltungsort für Konzerte.