{"id":16329,"date":"2023-01-29T19:57:24","date_gmt":"2023-01-29T18:57:24","guid":{"rendered":"https:\/\/moeckernkiez.org\/?p=16329"},"modified":"2023-01-29T19:57:25","modified_gmt":"2023-01-29T18:57:25","slug":"vereins-newsletter-nr-52-februar-2023-letzte-ausgabe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/moeckernkiez.org\/?p=16329","title":{"rendered":"Vereins-Newsletter Nr. 52 &#8211; Februar 2023 &#8211; letzte Ausgabe"},"content":{"rendered":"\n<p>Frisch rausgeschickt, die letzte Ausgabe am 29. Januar 2023 ist der Vereinsnewsletter erschienen &#8230; hier der Link zur Online-Version oder eingebettete Preview lesen:<\/p>\n\n\n\n<iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/moeckernkiez-ev.de\/newsletter\/archive\/2023-02-newsletter1.html\" width=\"100%\" height=\"2000px\"><\/iframe>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-small-font-size\">\u00af\\_(\u30c4)_\/\u00af<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-white-color has-text-color\" style=\"font-size:1px\">Das ist leider der letzte Newsletter des M\u00f6ckernkiez-Vereins. Wir mussten uns schweren Herzens entscheiden, nach 52 Ausgaben Schluss zu machen. Um weiter jeden Monat einen gehaltvollen und informativen Newsletter herauszubringen, h\u00e4tten wir Verst\u00e4rkung gebraucht. Einige Redaktionsmitglieder, die von Anfang an dabei waren, mussten aus gesundheitlichen oder pers\u00f6nlichen Gr\u00fcnden aufh\u00f6ren oder haben sich anderweitig im M\u00f6ckernkiez engagiert. Unsere hier mehrfach ver\u00f6ffentlichten Rufe nach Verst\u00e4rkung sind zwar nicht g\u00e4nzlich ungeh\u00f6rt geblieben, aber es hat leider nicht gereicht, um die Verluste aufzufangen. Unser Anspruch war immer, einerseits abzubilden, was den M\u00f6ckernkiez ausmacht, aber auch zu hinterfragen und interessante Themen aufzusp\u00fcren und mit journalistischer Gr\u00fcndlichkeit zu recherchieren. Wir haben uns bem\u00fcht, allen, die sich im M\u00f6ckernkiez engagieren, eine Plattform zu bieten, aber oft war es nicht einfach, die verschiedenen Arbeitsgruppen und Initiativen zu bewegen, \u00fcber ihre Aktivit\u00e4ten zu berichten. Und wir wollten immer einen Newsletter verschicken, der optisch ansprechend und \u00fcbersichtlich gestaltet ist, was aber mit einigem technischen Aufwand verbunden ist. Es gibt viele andere M\u00f6glichkeiten, sich \u00fcber das Geschehen im M\u00f6ckernkiez zu informieren. Im Lauf der n\u00e4chsten Monate soll die Website des M\u00f6ckernkiez e.V. attraktiver und aktueller werden und noch st\u00e4rker \u00fcber das vielf\u00e4ltige Angebot an Veranstaltungen informieren. Zudem bleibt die Litfa\u00dfs\u00e4ule stehen und weiterhin werden Flyer und Plakate in den H\u00e4usern verteilt. Und schon l\u00e4nger gibt es die Seite &#8222;moeckernkiez.org&#8220;, die von einigen Nachbar:innen aus dem Kiez betrieben wird. Zu hoffen w\u00e4re, dass das Intranet des M\u00f6ckernkiez noch st\u00e4rker genutzt wird. Und wer wei\u00df? Vielleicht finden sich doch noch andere, die den Newsletter auf ihre Weise ganz neu starten. Der Abschied ist f\u00fcr uns nicht leicht. Wir m\u00f6chten uns an dieser Stelle bei allen bedanken, die unsere Arbeit unterst\u00fctzt und kritisch begleitet haben. Wir danken dem Vereinsvorstand, der immer hinter uns stand, und den ehemaligen Mitgliedern der Redaktion, die sich mit gro\u00dfem Engagement an der Entwicklung des Newsletters beteiligt haben. Und wie hei\u00dft der Satz, der manchmal bei Trennungen und Verabschiedungen zu h\u00f6ren ist? Lasst uns Freunde bleiben&#8230; Die Redaktion Gemeinsam kochen und genie\u00dfen Wer m\u00f6chte bei uns einsteigen? Vielleicht ist es schon bekannt: Die GbR \u201eGemeinsam-Kochen-WG im M\u00f6ckernkiez\u201c Nr. 14 sucht ab sofort ein neues Mitglied. Einmal in der Woche, manchmal auch zwischendurch, kommt Leben in das Studio im Erdgeschoss vom Haus G 11: Dann trifft sich die Gruppe zum Fr\u00fchst\u00fcck, Brunch oder Abendessen, oder auch mal zum Kaffee und Kuchen. \u201eAm 23. Mai 2018 haben vier Frauen \u2013 Gabi, Ilona, Christine und ich \u2013 unser Projekt eingeweiht\u201c, erinnert sich Bettina. \u201eNoch im selben Jahr kam Dieter dazu, 2019 schlie\u00dflich Eva. Seither sind alle sechs Pl\u00e4tze am WG-Tisch besetzt gewesen.\u201c Seit Januar 2023 ist wieder ein Platz vakant, denn zum Jahresende 2022 ist Gabi aus der WG ausgeschieden. \u201eWir hoffen aber, dass Gabi immer wieder mal bei uns zu Gast sein wird.\u201c Das Projekt war Gabis Idee, f\u00fcr die sie kurz nach dem Start der M\u00f6ckernkiez-Initiative zu werben begann. \u201eDaf\u00fcr konnte sie damals etwa 20 Frauen gewinnen\u201c, erz\u00e4hlt Ilona. \u201eBis auf Bettina und ich sind alle wieder abgesprungen. Aber Gabi hat sich beim damaligen Vorstand f\u00fcr einen WG-Raum eingesetzt \u2013 mit Erfolg. 2017 erhielt die WG ihren Dauernutzungsvertrag, 2020 gaben wir uns die Rechtsform einer GbR, die seither als Vertragspartner der Genossenschaft fungiert. Als GbR hat sich die WG auch eine Satzung gegeben, in der geregelt ist, dass jedes Mitglied Gesch\u00e4ftsanteile von rund 3.000 Euro bezahlt und sich an den laufenden Nutzungsgeb\u00fchren \u2013 rund 58 Euro pro Monat \u2013 beteiligt. F\u00fcr uns Wichtiges ist in der Pr\u00e4ambel formuliert: Neben dem gemeinsamen Kochen und Essen geh\u00f6ren dazu der Austausch \u00fcber alles, was uns bewegt, das gegenseitige Helfen oder die Bereitschaft, bei Konflikten zu deren L\u00f6sung beizutragen. Festgehalten ist ebenso, dass wir vegetarisch\/vegan kochen und m\u00f6glichst Bioprodukte aus der Region verwenden. Und was sollte der oder die Neue \u201emitbringen\u201c? \u201eIch w\u00fcnsche mir eine j\u00fcngere, berufst\u00e4tige Person\u201c, so Bettina, \u201edenn als noch Arbeitende muss ich mich anders \u201atakten\u2018 als die anderen in der Gruppe.\u201c Dieter als Mann in der WG h\u00e4tte gern ein weiteres m\u00e4nnliches Mitglied. Uns allen w\u00e4re nat\u00fcrlich wichtig, dass die\/der Neue mit Liebe kocht und Tafelfreuden zu genie\u00dfen wei\u00df. Sicher, nicht alle W\u00fcnsche lassen sich erf\u00fcllen. Ausschlaggebend wird letztlich sein, ob die \u201eChemie\u201c stimmt und wir gut zusammenpassen. Interessiert? Dann melde dich bis Ende Februar 2023 bei ilona.scherneck@posteo.de. Wir freuen uns auf ein Gespr\u00e4ch zum Kennenlernen und zur Kl\u00e4rung aller Fragen rund um die \u201eGemeinsam-Kochen-WG\u201c. Mit den Lieblingsnachbarn zusammenkommen, ohne vorher die Bude aufr\u00e4umen zu m\u00fcssen? Kinderbespa\u00dfung in Animationsfilml\u00e4nge? Den Wein richtig lecker finden, weil er aus dem eigenen Vorrat kommt? Mal wieder zum eigenen Lieblingslied tanzen? Neue Nachbarn kennenlernen? Kneipe &#8211; die Mischung macht&#8217;s. Jung, mittel, alt, quatschen, schwofen, trinken, und kein Rauchgeruch, der einem in den Klamotten h\u00e4ngt. Das Beste? Schluss ist schon um 23 Uhr und es dauert nur ca. 2 min. bis nach Hause. Bis zur n\u00e4chsten KNEIPE! Weil das M\u00f6ca keine Ausschankgenehmigung hat, soll jede:r eigene alkoholische Getr\u00e4nke mitbringen. Um den Aufwand und die Kosten f\u00fcr das Orga-Team m\u00f6glichst gering zu halten wird darum gebeten, eigene Snacks mitzubringen und Glasflaschen wieder mitzunehmen. Rund\u00a0 um\u00a0 den\u00a0 Jahreswechsel\u00a0 war die\u00a0 Firma WISAG an vielen\u00a0 Stellen\u00a0 im Ostpark mit\u00a0 Baumarbeiten besch\u00e4ftigt. Ein\u00a0 Abschnitt der Hecke zum\u00a0 M\u00f6ckernkiez wurde radikal gek\u00fcrzt und damit verschwanden einige Lieblingspl\u00e4tze der Spatzen. Richtig gr\u00fcndlich r\u00e4umte die WISAG an der Kreuzung vor dem Interkulturellen Garten \u201eRosenduft\u201c auf. Hier wurden mehrere B\u00e4ume gleich ganz gef\u00e4llt. Dazu erkl\u00e4rt Gr\u00fcnBerlin auf Nachfrage: \u201eDie F\u00e4llungen mussten aufgrund der Verkehrssicherung durchgef\u00fchrt werden. Es handelt sich um eine ruderale Vegetationsfl\u00e4che, die auf dem Gleisschotter und Bestand gewachsen ist. Der Standort bietet keine M\u00f6glichkeit in die Tiefe zu wurzeln, ein Gro\u00dfteil der B\u00e4ume war daher leider nicht mehr standsicher.&#8220; Die Birken wurden verschont. Mittelfristig will Gr\u00fcnBerlin hier wieder B\u00e4ume nachpflanzen. Dragoner-Areal Es geht weiter mit &#8222;Klassik im Kiez&#8220; In Patenschaft mit dem Kiezb\u00fcndnis am Kreuzberg ist Musethica e.V. wieder zu Gast im Kiezraum auf dem Dragonerareal und gibt ein klassisches Konzert mit freiem Eintritt. Diesmal erwartet uns ein Sextett, bestehend aus Konstanze von Gutzeit (Tutorin) &#8211; Cello, Johannes Brzoska &#8211; Violine, Mailis Bonnefous &#8211; Violine, Miguel Erlich &#8211; Bratsche, Everton Jorge Taborda &#8211; Bratsche, Clara Lindenbaum \u2013 Cello Samstag, den 25. Februar Einlass: 19 Uhr, Beginn: 19.30 Uhr Meltem Nil improvisiert auf der B\u00fchne mit Bewegung, Stimme und Text. Geschichten, Figuren entstehen, eingebettet in selbsterzeugte Musik durch K\u00f6rper und Stimme. Mal temporeich, mal poetisch, kreiert sie ihre absurde Welt. Sie nimmt das Publikum mit auf eine Reise voller \u00dcberraschungen und spielerischer Momente, wobei hinter allem doch genau das mitschwingt und hervorscheint, was wir alle von uns kennen, das zutiefst Menschliche. Sonntag, den 5. Februar\u00a0 um 17.30 Uhr im Forum Spenden in den Hut tun gut!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-white-color has-text-color\" style=\"font-size:1px\">Hilfe f\u00fcr Gefl\u00fcchtete Selektive Humanit\u00e4t Meine WG im M\u00f6ckernkiez ist Teil der Solidarit\u00e4tsbewegung, die Menschen unterst\u00fctzt, die aus der Ukraine geflohen sind. Die Solidarit\u00e4t in unserer Genossenschaft ist beeindruckend. Auch wir teilen unsere Wohnung mit einer Familie. Meine alten Mitbewohner:innen sind selbst gefl\u00fcchtet oder unterst\u00fctzen gefl\u00fcchtete Menschen schon lange. Bei der Freude \u00fcber die Unterst\u00fctzung f\u00fcr Menschen aus der Ukraine f\u00e4llt die Ungleichbehandlung von anderen Menschen, die vor Krieg und Verfolgung geflohen sind, sofort ins Auge. Keine Kriminalisierung der Einreise, \u00dcbersetzungen, Deutschkurse, Arbeitserlaubnisse, Hochschulzugang, schnelle Aufenthaltserlaubnis und vieles andere. Daf\u00fcr k\u00e4mpfen gefl\u00fcchtete Menschen seit den 80er-Jahren immer wieder. Jetzt ist es m\u00f6glich. Aber nicht f\u00fcr alle. Die neuen Regeln gelten nicht f\u00fcr die Menschen, die seit langem daf\u00fcr k\u00e4mpfen und aus Afghanistan, Syrien, Irak, Somalia und anderen L\u00e4ndern au\u00dferhalb Europas geflohen sind. Die neuen Regeln und die positive Darstellung von Ukrainer:innen sind nicht ann\u00e4hernd vergleichbar mit dem Umgang mit Menschen z. B. aus Afghanistan. Der \u00f6sterreichisch-afghanische Journalist Emran Feroz beschreibt in der taz die grausame Ungleichbehandlung als letzten Beweis f\u00fcr viele Gefl\u00fcchtete, dass ihr Leben in Europa nichts wert ist. Der in Kiew geborene Autor Dmitrji Kapitelman spricht von Selektiver Humanit\u00e4t, wenn an der Grenze zwischen Polen und Belarus Gefl\u00fcchtete sterben und mit dem Segen der gesamten EU milit\u00e4risch zur\u00fcckgedr\u00e4ngt werden und ein St\u00fcck weiter mittlerweile zeitgleich Ukraineri:nnen auch staatlich offen aufgenommen werden. Ganz zu schweigen von den seit Jahren \u00f6ffentlich bekannten illegalen Pushbacks durch die EU-Grenzschutzagentur Frontex im Mittelmeer. Wir m\u00fcssen diese Ungerechtigkeit aufzeigen, um die neuen Regeln f\u00fcr alle Menschen m\u00f6glich zu machen. Wir sollten nicht vergessen, Ukrainer:innen wurden bis Februar 2022 sehr stark durch antislawischen Rassismus stigmatisiert, der nun Russ:innen umso st\u00e4rker trifft. Wenn wir das und die Selektive Humanit\u00e4t nicht \u00fcberdenken, dann wird die Stimmung in Deutschland \u2013 \u00e4hnlich wie nach dem \u201eSommer der Migration\u201c und der kurzen \u201eWillkommenskultur\u201c im Jahr 2015 (der keine erleichterten staatlichen Aufnahmeregeln folgten, im Gegenteil) \u2013 schnell kippen, auch f\u00fcr Menschen aus der Ukraine. M\u00f6ckernkiez e.V. Neuer Vorstand im Regen gew\u00e4hlt Am 20. Juni konnte endlich wieder eine Mitgliederversammlung des Vereins in Pr\u00e4senz stattfinden, voller Hoffnung auf gutes Wetter auf dem Kiezplatz. Die formalen Tagesordnungspunkte wie Rechenschaftsbericht, Kassenbericht etc. wurden abgearbeitet, der Vorstand entlastet. Dann zog eine dicke Regenhusche \u00fcber den Platz, aber die Mehrheit der anwesenden Mitglieder lie\u00df sich davon nicht verdr\u00e4ngen. Drei ausscheidende, langj\u00e4hrige Vorst\u00e4nde wurden herzlich mit Blumen und Worten des Dankes verabschiedet und ein neuer Vorstand mit gro\u00dfer Mehrheit gew\u00e4hlt. Spa\u00df und Pflicht Die buchhalterische Seite des M\u00f6ca Wir Bewohner:innen der M\u00f6ckernkiez-Genossenschaft betreiben ehrenamtlich seit 2018 ein wundersch\u00f6nes Caf\u00e9. Doch damit ist es nicht getan, auch die buchhalterische Seite muss bew\u00e4ltigt werden. Hier hatten wir gro\u00dfes Gl\u00fcck, denn Irene Gro\u00dfmann brachte alle notwendigen buchhalterischen Kenntnisse mit, die f\u00fcr den Betrieb des Caf\u00e9s notwendig sind. Sie besuchte eine Wirtschaftsschule und spezialisierte sich danach auf kaufm\u00e4nnisch-steuerrechtliche Belange. W\u00e4hrend der Planungs- und Entstehungsphase der M\u00f6ckernkiez-Genossenschaft im Jahre 2010 bis zum Baustopp und danach war sie im Treffpunkt M\u00f6ckernkiez, Yorckstr. 63, mit vielen anderen Engagierten t\u00e4tig und beriet dort Einzugsinteressierte. Als wirklich Allererste zog sie bereits im Dezember 2017 in ihre Erdgeschosswohnung im Haus G11. Das Gemeinschaftscaf\u00e9, sp\u00e4ter &#8222;M\u00f6ca&#8220; getauft, wurde im Oktober 2018 gegr\u00fcndet. Irene, zuvor auch schon an den Planungssitzungen zur Gestaltung der Gemeinschaftsr\u00e4ume beteiligt, \u00fcbernahm die buchhalterischen Aufgaben des laufenden Betriebs rund um die Finanzen und erledigte diese aufwendige und kleinteilige Arbeit mit gro\u00dfem Einsatz. Es war nicht immer einfach, die teils qualitativ schlechten und schwer lesbaren Belege in eine klare Struktur zu bringen. Beim Ehrenamtsfest im Mai dankte ihr der Vereinsvorstand mit einem Blumenstrau\u00df. Zum 31. Mai gab Irene dieses Ehrenamt aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden auf. Wir alle sind ihr sehr dankbar f\u00fcr ihr langj\u00e4hriges Engagement. Eine Rikscha zum M\u00f6ckernkiez Komplett klimaneutrale Kiezrundfahrten \u201eOstfriesen lernen zuerst Fahrrad fahren, dann das Gehen\u201c sagt unser Nachbar Heinrich. Seine Zuneigung zu den zwei R\u00e4dern ist ihm geblieben, als Fortbewegungsmittel \u2013 und seit einiger Zeit auch als Ehrenamt. Nach seiner Pensionierung vor vier Jahren fuhr er zuerst Tourist:innen per Bike-Taxi durch die Stadt. Da konnte er gut seine Orts- und Fremdsprachenkenntnisse anbringen. Und er begann zudem, f\u00fcr den Verein \u201eRadeln ohne Alter\u201c (www.radelnohnealter.de\/berlin\/) Bewohner:innen einer Senioreneinrichtung in der Hauptstra\u00dfe durch die Stadt zu fahren. Dabei ist Heinrich geblieben. Eine Koordinatorin erstellt einen Wochenplan f\u00fcr gew\u00fcnschte Touren, die zu jeder Jahreszeit und bei (fast) jedem Wetter stattfinden. Eine Fahrt kann bis zu zwei Stunden dauern, ganz nach dem Wunsch der G\u00e4ste, die gehbeeintr\u00e4chtigt, schwach auf den Beinen sind oder in anderer Weise unter Beeintr\u00e4chtigungen leiden. Die Fahrt ist kostenfrei, gern werden Spenden f\u00fcr den Verein entgegengenommen. Die zwei Besucher:innen k\u00fcrzlich im M\u00f6ca: \u201eWas f\u00fcr eine wunderbare Unterbrechung und Abwechslung unseres Alltags.\u201c Heinrich: \u201eEs w\u00e4re prima, Piloten und Pilotinnen hier im M\u00f6ckernkiez gewinnen zu k\u00f6nnen.\u201c Sommerzeit &#8211; Schmetterlingszeit Schwerelos zwischen Erde und Himmel Fl\u00fcgelt ein kleiner blauer Falter &#8211; vom Wind geweht, Ein perlmutterner Schauer, glitzert, flimmert, vergeht So mit Augenblicksblinken, so im Vor\u00fcberwehn Sah ich das Gl\u00fcck mir winken, glitzern, flimmern, vergehn. (Hermann Hesse) Tja, das kleine Gl\u00fcck des Augenblicks, was gibt es Sch\u00f6neres? Die ersten Schmetterlinge \u00fcberraschen uns hier im Kiez und Gleisdreieck-Park von Mitte bis Ende Februar. Es sind Zitronenfalter und Tagpfauenaugen, etwas seltener auch der kleine Fuchs. Die Cornell-Kirsche sowie der Winterjasmin werden als fr\u00fch bl\u00fchende Nahrungsquellen gerne angenommen. Diese Falter haben \u00fcberwintert und ihr kurzes Leben dient nur noch der Fortpflanzung. Die Schmetterlinge hie\u00dfen \u00fcbrigens fr\u00fcher Sommerv\u00f6gel und bezaubern die Menschheit schon sehr lange. Ihre Pracht und die Mannigfaltigkeit ihrer Farben und Muster, fragil und verg\u00e4nglich wie Blumen, sehen wir immer nur kurz im schwerelosen Auf und Ab zwischen Erde und Himmel. In der Abendd\u00e4mmerung, manchmal auch schon tags\u00fcber, sieht man kleine Kolibris vor den Blumen stehen. Es sind Taubenschw\u00e4nzchen, die \u00fcbrigens auch zu den Wanderfaltern geh\u00f6ren und die mal kurz bis zu 3000 km fliegen k\u00f6nnen (mit Hilfe von H\u00f6henwinden). Das gleiche gilt f\u00fcr den bezaubernden Distelfalter und den im Sp\u00e4tsommer erscheinenden schwarzroten Admiral. Unsere Vorg\u00e4rten bieten den meisten Faltern nur zum Teil ein ausreichendes Nahrungsangebot, am besten sind die eher \u201eungepflegten\u201c Vorg\u00e4rten mit wilden Ecken und Wildkr\u00e4utern (fr\u00fcher diskriminierend Unkraut genannt). Gerade sie enthalten oft die n\u00f6tigen Nahrungs- und Futterpflanzen (f\u00fcr die Raupen). Zu empfehlen sind Kleearten, Gr\u00e4ser, Schafgarbenarten, Disteln, wilde M\u00f6hre, Sommerflieder u.a. Neue Angebote laufen gut an Sonntags brunchen, abends Durst l\u00f6schen Schon zum zweiten Mal hat das Mitbring-Brunch auf dem Kiezplatz stattgefunden. Jeweils am ersten Sonntag im Monat von 11 bis 14 Uhr bietet das M\u00f6ca diesen Service an: Kaffee und andere Getr\u00e4nke \u2013 auf Spendenbasis \u2013 und die Logistik: Geschirr und Gl\u00e4ser und damit auch den Abwasch! Die Teilnehmenden bringen Leckereien mit, die dann geteilt werden k\u00f6nnen. Absprachen sind nicht n\u00f6tig, jede:r bringt eine Lieblingsspeise mit \u2013 das hat bisher gut geklappt. Man kann dabei viele neue Leckereien kennenlernen und probieren. Die Idee: einen angenehmen Sonntagvormittag in Gesellschaft zu verbringen und neue M\u00f6ckernkiezler:innen kennen zu lernen. Auch dies hat bisher gut funktioniert, Bewohner:innen aus verschiedenen Hausgruppen kamen zusammen. Ein Feierabendtrunk ist im M\u00f6ca jetzt auch m\u00f6glich. Am Freitag, Samstag und Sonntag ist ge\u00f6ffnet, in der Regel von 18 bis 20 Uhr. Es gibt dann keinen Kaffee mehr sondern Knabber-Zeug und Softdrinks. Andere Getr\u00e4nke m\u00fcssen mitgebracht werden, bzw. werden von Einzelpersonen organisiert und f\u00fcr einen kleinen Preis zur Verf\u00fcgung gestellt. (Hintergrund: das M\u00f6ca hat keine Ausschank-Lizenz). Dadurch sollen auch berufst\u00e4tige Nachbar:innen die Gelegenheit erhalten, das M\u00f6ca und den Treffpunkt nach Feierabend zu nutzen, andere kennen zu lernen und zu plaudern. Wir w\u00fcnschen uns, dass in Zukunft viele Menschen diese Angebote nutzen, um unseren Kiez noch lebendiger sowie lebens- und liebenswerter zu machen. AG Gr\u00fcner Daumen Tipps zur Wiesenpflege Um Wiesen bl\u00fch- und insektenfreundlich zu gestalten sind ein paar Pflegema\u00dfnahmen angebracht: Ich schaffe Platz f\u00fcr gesammelte Samen (Margeriten, Wildnelken, Wiesensalbei, Klatschmohn usw.) und entferne dabei invasive Arten wie Gras, Schafgarbe, Klee. Dann m\u00e4he ich je nach Wetterlage im Juli die verbl\u00fchten Pflanzen, lasse aber Inseln stehen f\u00fcr diverse V\u00f6gel wie Distelfinken, Meisen und Spatzen. Das M\u00e4hgut bleibt ein paar Tage liegen, damit die Samen ausfallen k\u00f6nnen, und wird dann eingesammelt und an anderer Stelle zum Kompostieren oder Mulchen verwendet. Im Oktober schneide ich die Wiese komplett herunter, damit die Fr\u00fchbl\u00fcher im folgenden Jahr eine Chance haben. Das M\u00e4hgut wird dann entfernt. Eure Sinne werden dieses St\u00fcck Natur genie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frisch rausgeschickt &#8211; der Vereinsnewsletter ist da.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":13538,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_uag_custom_page_level_css":"","iawp_total_views":18,"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-16329","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-moeckernkiez","entry","rows-excerpt"],"uagb_featured_image_src":{"full":["https:\/\/moeckernkiez.org\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/kg11hbuq5nu.jpg",1024,683,false],"thumbnail":["https:\/\/moeckernkiez.org\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/kg11hbuq5nu-140x140.jpg",140,140,true],"medium":["https:\/\/moeckernkiez.org\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/kg11hbuq5nu-350x233.jpg",350,233,true],"medium_large":["https:\/\/moeckernkiez.org\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/kg11hbuq5nu-768x512.jpg",768,512,true],"large":["https:\/\/moeckernkiez.org\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/kg11hbuq5nu.jpg",1024,683,false],"1536x1536":["https:\/\/moeckernkiez.org\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/kg11hbuq5nu.jpg",1024,683,false],"2048x2048":["https:\/\/moeckernkiez.org\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/kg11hbuq5nu.jpg",1024,683,false],"awpcp-thumbnail":["https:\/\/moeckernkiez.org\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/kg11hbuq5nu-200x125.jpg",200,125,true],"awpcp-featured":["https:\/\/moeckernkiez.org\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/kg11hbuq5nu-300x200.jpg",300,200,true],"awpcp-featured-on-lists":["https:\/\/moeckernkiez.org\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/kg11hbuq5nu-300x300.jpg",300,300,true],"awpcp-large":["https:\/\/moeckernkiez.org\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/kg11hbuq5nu-640x427.jpg",640,427,true]},"uagb_author_info":{"display_name":"MB","author_link":"https:\/\/moeckernkiez.org\/?author=2"},"uagb_comment_info":0,"uagb_excerpt":"Frisch rausgeschickt - der Vereinsnewsletter ist da.","publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-06-29 10:21:52","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/moeckernkiez.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16329","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/moeckernkiez.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/moeckernkiez.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/moeckernkiez.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/moeckernkiez.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=16329"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/moeckernkiez.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16329\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16330,"href":"https:\/\/moeckernkiez.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16329\/revisions\/16330"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/moeckernkiez.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/13538"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/moeckernkiez.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=16329"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/moeckernkiez.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=16329"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/moeckernkiez.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=16329"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}