{"id":16021,"date":"2022-12-25T10:48:35","date_gmt":"2022-12-25T09:48:35","guid":{"rendered":"https:\/\/moeckernkiez.org\/?p=16021"},"modified":"2022-12-29T00:25:03","modified_gmt":"2022-12-28T23:25:03","slug":"vereins-newsletter-nr-50-januar-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/moeckernkiez.org\/?p=16021","title":{"rendered":"Vereins-Newsletter Nr. 50 &#8211; Januar 2023"},"content":{"rendered":"\n<p>Frisch rausgeschickt &#8211; am 27. Dezember 2022 ist der Vereinsnewsletter erschienen &#8230; hier der Link zur Online-Version oder eingebettete Preview lesen:<\/p>\n\n\n\n<iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/moeckernkiez-ev.de\/newsletter\/archive\/2023-01-newsletter1.html\" width=\"100%\" height=\"2000px\"><\/iframe>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-small-font-size\">\u00af\\_(\u30c4)_\/\u00af<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-white-color has-text-color\" style=\"font-size:1px\">Hilfe f\u00fcr Gefl\u00fcchtete Aufgefangen und gesch\u00fctzt Wie geht es Menschen aus der Ukraine, die im M\u00f6ckernkiez leben? Nach drei Berichten \u00fcber Gefl\u00fcchtete im Dezember-Newsletter hier eine Geschichte \u00fcber neue Nachbarschaften Viktoria, 68 Jahre, erz\u00e4hlt viel und schnell. Sie spricht Deutsch, aber noch gebrochen, und ab und zu mischen sich ukrainische oder russische Worte ein. Hilde G\u00f6tt \u201e\u00fcbersetzt\u201c oder erg\u00e4nzt, denn die beiden Frauen haben engen Kontakt und Hilde wei\u00df, wor\u00fcber Viktoria berichtet. Seit dem 10. April 2022 lebt Viktoria zusammen mit ihrer Tochter Ellina im M\u00f6ckernkiez. Eine Nachbarin aus G10 hatte k\u00fcndigen und ausziehen wollen; als ukrainische Gefl\u00fcchtete kamen, hat sie die K\u00fcndigung zur\u00fcckgezogen und der Vorstand stimmte einem Untermietvertrag zu. Miete und Lebensunterhalt zahlt das Sozialamt f\u00fcr Viktoria, das Jobcenter f\u00fcr ihre Tochter. Viktoria kommt aus Berdjansk im Osten der Ukraine am Asowschen Meer, 60 km westlich von Mariupol. Ihre Mutter hatte griechische Wurzeln, ihr Vater russische. Viktoria war Dozentin f\u00fcr russische Sprache und Literatur und sechs Jahre Dekanin an der Universit\u00e4t. Nach dem kriegerischen \u00dcberfall haben die russischen Besatzer sie zwingen wollen, ihre Arbeit im Sinne der Okkupanten fortzuf\u00fchren. Das wollte Viktoria auf keinen Fall. Sie war nach einer Operation im Krankenhaus sehr schlecht versorgt, bekam nicht die notwendigen Medikamente. Sirenen l\u00f6sten Panikattacken bei ihr aus. Mit ihrer Bewunderung und Zugeh\u00f6rigkeit zur russischen Kultur konnte sie den Angriff gar nicht verstehen. Sie musste weg. Einem Monat nach der Besetzung floh sie. Das musste unauff\u00e4llig geschehen, sie konnte nichts mitnehmen. Ihre Flucht dauerte f\u00fcnf Tage. Sie erz\u00e4hlt von der Busfahrt zum 200 km entfernten Saporischschja, bei der es 18 Milit\u00e4rkontrollen gab. Einige russische Soldaten h\u00e4tten sich entschuldigt f\u00fcr das, was sie machten. \u2013 Nach zwei Wochen im M\u00f6ckernkiez ohne Sirenen und Raketenbeschuss ging es ihr besser. Sie war und ist froh \u00fcber die herzliche Aufnahme und sie bedankt sich viel.<br>Viktoria lebt hier zusammen mit ihrer Tochter Ellina, 42 Jahre, die an der Universit\u00e4t in Kyjiw als Lehrbeauftragte arbeitete; dort gibt sie weiterhin Kurse, online. Weil der Strom oft ausf\u00e4llt, sind es nur noch wenige Studierende. &#8222;Ella&#8220; spricht Englisch und lernt Deutsch per Internet. F\u00fcr Viktoria dagegen gestaltet sich der Deutschunterricht schwierig: wechselndes Lehrpersonal, ohne didaktische Ausbildung, aus unterschiedlichen Nationalit\u00e4ten, der Unterricht besteht nur aus Buch\u00fcbersetzungen. Als Sprachwissenschaftlerin ist sie damit und auch mit ihrem Deutsch nicht zufrieden. Sie ist ungeduldig, nicht schneller lernen zu k\u00f6nnen. Am Nikolaustag bekam sie ein Radio geschenkt, um deutsche Sprache h\u00f6ren zu k\u00f6nnen. Sie m\u00f6chte jetzt als Rentnerin viel lesen und freut sich \u00fcber die B\u00fccher in der Wohnung und \u00fcberhaupt dar\u00fcber, in einer eingerichteten Wohnung leben zu k\u00f6nnen.<br>Im M\u00f6ckernkiez nimmt sie an Gruppen teil wie Qigong, Laufen und Boule-Spielen. Sie schw\u00e4rmt von den Sommerkonzerten im Kiez, sie genie\u00dft die Freundlichkeit der Nachbarinnen. Sie bedankt sich immer wieder. Hat sie Kontakte in die Ukraine? Mit ihrer Nachbarin telefoniert sie t\u00e4glich. Ihre Katze musste sie in ihrer Wohnung zur\u00fccklassen, die Nachbarin k\u00fcmmert sich um sie. Hat Viktoria in Berlin Kontakt zu anderen Ukrainerinnen? Hilde springt ein und sagt, Informationen werden unter den Gefl\u00fcchteten immer ausgetauscht, in den Sprachkursen und auf Plattformen. Aber: \u201eMeine Metapher w\u00e4re: Umherfliegende Bl\u00e4tter finden untereinander keinen Halt; den haben sie eher bei den Menschen, die integriert sind.\u201c Und emotionalen Halt findet Viktoria im M\u00f6ckernkiez. Sie gibt auch gerne etwas zur\u00fcck, hat sich z.B. beim Gr\u00fcne-Daumen-Unkrautj\u00e4ten beteiligt.<br>Was w\u00fcnscht sie sich? Erstens m\u00f6chte sie schneller deutsch lernen. Und dann hofft sie im M\u00f6ckernkiez wohnen bleiben zu k\u00f6nnen. Hier lie\u00dfen ihre Panikattacken nach, hier f\u00fchlt sie sich aufgefangen und gesch\u00fctzt. In Berlin allein zurechtkommen zu m\u00fcssen und eine Wohnung zu suchen, w\u00fcrde sie nicht schaffen. Im gro\u00dfen Berlin w\u00fcrde sie sich wieder verloren vorkommen. Hilde erg\u00e4nzt, dass ein Antrag gestellt ist f\u00fcr Viktoria als Genossenschaftsmitglied. Wie kamen die beiden zusammen? Hildes Arbeit in der Psychodrama Association for Europe hat sie seit Jahren immer wieder in die Ukraine gef\u00fchrt. In Kyjiw war ein Partner-Institut entstanden, in dem Psycholog:innen und \u00c4rzt:innen in Psychodrama und Supervision ausgebildet werden. Als der Krieg ausbrach, war klar, dass die Institutsangeh\u00f6rigen sich um die dortigen Kolleg:innen k\u00fcmmern w\u00fcrden, sie unterbringen oder Unterk\u00fcnfte suchen. Auch die Nachbarin aus G 10 und Hilde kennen sich lange, so kam alles zustande. Viktoria und Hilde sehen sich einmal pro Woche, \u00fcber Handy und WhatsApp sind sie immer verbunden. \u201eSie und Ellina geh\u00f6ren zur Familie,\u201c sagt Hilde. Solidarit\u00e4t im M\u00f6ckernkiez<br>Akutfonds startet im Januar 2023 Ohne Gegenstimmen wurde am 13.12.2022 im Beirat einem Antrag der  zugestimmt. Damit zeigten die Hausgruppen, sie begr\u00fc\u00dfen es, dass wir in der Genossenschaft \u00fcber einen Fonds verf\u00fcgen werden, der helfen soll, schlaflose N\u00e4chte zu vermeiden. Wir wollen solidarisch Menschen unterst\u00fctzen, die mit uns im M\u00f6ckernkiez wohnen und sich Sorgen machen, ob das Geld f\u00fcrs Wohnen bis zum Ende des Monats reicht. Die Hausgruppen haben den Entwurf diskutiert und klar gezeigt, dass sie sich an der Weiterentwicklung des Fonds beteiligen wollen. Ziel ist es, bereits auf der n\u00e4chsten Mitgliederversammlung 2023, die Grunds\u00e4tze anzupassen und die Solidarit\u00e4tskommission neu zu w\u00e4hlen. Dabei hatte bereits die Mitgliederversammlung 2022 das Strategiepapier des Aufsichtsrates und Vorstandes beschlossen. Damit war das Mandat f\u00fcr einen \u201ekleinen und gro\u00dfen Solidarit\u00e4tsfonds\u201c erteilt. Im Oktober 2022 wurden die erarbeiteten Grunds\u00e4tze in einer Veranstaltung vorgestellt und dann im November gemeinsam vom Aufsichtsrat und Vorstand beschlossen. Der Vorstand entwarf Formulare, die es leicht machen sollen, Geld in den Fonds zu spenden oder Geld aus dem Fonds zu beantragen. Wir bedanken uns beim Vorstand und den Mitarbeiter:innen der Gesch\u00e4ftsstelle f\u00fcr ihre Bereitschaft, die Verwaltung der Gelder zu \u00fcbernehmen. Die Bearbeitung der Antr\u00e4ge geschieht in Selbstverwaltung \u2013 ohne gro\u00dfen b\u00fcrokratischen Aufwand und mit so schlanken Begr\u00fcndungen wie n\u00f6tig. Wir bef\u00fcrchten, dass sich Mitglieder scheuen k\u00f6nnten, Unterst\u00fctzung zu beantragen. Sie k\u00f6nnen jedoch sicher sein, dass alle Antr\u00e4ge vertraulich behandelt werden. Wir sind stolz, dass wir eine der wenigen Genossenschaften sind, die einen solchen Solidarit\u00e4tsfonds haben. Wir wollen ihn in enger Zusammenarbeit mit allen Interessierten weiter entwickeln \u2013 auch hin zu einem gro\u00dfen Fonds. Der Vorstand schlug vor, den kleinen Fonds als \u201eAkutfonds\u201c zu bezeichnen und den gro\u00dfen als \u201ePerspektivfonds\u201c \u2013 vielleicht gibt es auch andere Vorschl\u00e4ge? AG Nachbarschaftshilfe Pflegebedarf und nachbarschaftliche Unterst\u00fctzung Der Pflegest\u00fctzpunkt ber\u00e4t, wenn Pflegebedarf entsteht: Wo und wie stellt man einen Antrag bei der Pflegekasse? Welche M\u00f6glichkeiten gibt es, wenn ich allein nicht mehr klar komme? Wie sieht es aus mit Pflegediensten? Und: Was kann nachbarschaftliche Hilfe leisten, welches sind hier die M\u00f6glichkeiten aber auch Grenzen? Frau Westphal informiert zu Fragen rund um Pflege und Alter sowie zur Arbeit des Pflegest\u00fctzpunktes. Sie hat jahrelange Erfahrung und m\u00f6chte gerne mit uns ins Gespr\u00e4ch kommen. H\u00e4ufig gestellte Fragen zu den Filmveranstaltungen Kino kann nicht umsonst sein Warum zahlt der Verein GEMA-Geb\u00fchren f\u00fcr Filmabende? Weil es sich um \u00f6ffentliche Veranstaltungen handelt, die im \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Terminkalender des Vereins f\u00fcr alle angeboten werden. Oft auch auf www.nebenan.de und www.gratisinberlin.de . Hinterziehung dieser Geb\u00fchren w\u00fcrde straf- und zivilrechtliche Konsequenzen haben.<br>Wieviel Geb\u00fchr wird gezahlt? Um die 23 Euro pro Veranstaltung. Egal ob 2 oder 99 Leute kommen, egal ob 10 Minuten oder 4 Stunden und 59 Minuten aufgef\u00fchrt wird.<br>Wieviel Gema-Geb\u00fchr wird eigentlich vom Preis einer Eintrittskarte f\u00fcr das \u201crichtige\u201d Kino abgef\u00fchrt?<br>Von zehn Euro f\u00fcr den Eintritt werden etwa zehn Cent an die GEMA abgef\u00fchrt.<br>Warum wird um 3-5 Euro Spende f\u00fcr die Geb\u00fchr am Filmabend gebeten? Weil meistens 10 bis 25 Besucher kommen, aber nicht jeder etwas spendet. Oder manche nur einen Euro, was v\u00f6llig in Ordnung ist. Weil freiwillig. Und weil Kinder bei \u201cKino f\u00fcr Kinder\u201d nur um 50 Cent pro Kind gebeten werden und auch da nicht jedes Kind Geld dabei hat. Was v\u00f6llig ok ist.<br>Wem n\u00fctzt das? Diese Geb\u00fchren kommen auch den Kulturschaffenden und ihrer Sozialversicherung zugute. Stichwort K\u00fcnstlersozialkasse.<br>Was passiert, wenn mehr Spenden bei einem Filmabend zusammen kommen als die GEMA-Geb\u00fchr betr\u00e4gt? Etwaiges \u00fcbersch\u00fcssiges Geld am Jahresende bleibt beim Verein M\u00f6ckernkiez e. V., der die R\u00e4ume und die Technik betreibt und daf\u00fcr Auslagen hat. Der Verein ist gemeinn\u00fctzig. Ein etwaiger \u00dcberschuss kommt also immer dem guten Zweck zugute.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-small-font-size\"><br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-white-color has-text-color\" style=\"font-size:1px\">Hilfe f\u00fcr Gefl\u00fcchtete Selektive Humanit\u00e4t Meine WG im M\u00f6ckernkiez ist Teil der Solidarit\u00e4tsbewegung, die Menschen unterst\u00fctzt, die aus der Ukraine geflohen sind. Die Solidarit\u00e4t in unserer Genossenschaft ist beeindruckend. Auch wir teilen unsere Wohnung mit einer Familie. Meine alten Mitbewohner:innen sind selbst gefl\u00fcchtet oder unterst\u00fctzen gefl\u00fcchtete Menschen schon lange. Bei der Freude \u00fcber die Unterst\u00fctzung f\u00fcr Menschen aus der Ukraine f\u00e4llt die Ungleichbehandlung von anderen Menschen, die vor Krieg und Verfolgung geflohen sind, sofort ins Auge. Keine Kriminalisierung der Einreise, \u00dcbersetzungen, Deutschkurse, Arbeitserlaubnisse, Hochschulzugang, schnelle Aufenthaltserlaubnis und vieles andere. Daf\u00fcr k\u00e4mpfen gefl\u00fcchtete Menschen seit den 80er-Jahren immer wieder. Jetzt ist es m\u00f6glich. Aber nicht f\u00fcr alle. Die neuen Regeln gelten nicht f\u00fcr die Menschen, die seit langem daf\u00fcr k\u00e4mpfen und aus Afghanistan, Syrien, Irak, Somalia und anderen L\u00e4ndern au\u00dferhalb Europas geflohen sind. Die neuen Regeln und die positive Darstellung von Ukrainer:innen sind nicht ann\u00e4hernd vergleichbar mit dem Umgang mit Menschen z. B. aus Afghanistan. Der \u00f6sterreichisch-afghanische Journalist Emran Feroz beschreibt in der taz die grausame Ungleichbehandlung als letzten Beweis f\u00fcr viele Gefl\u00fcchtete, dass ihr Leben in Europa nichts wert ist. Der in Kiew geborene Autor Dmitrji Kapitelman spricht von Selektiver Humanit\u00e4t, wenn an der Grenze zwischen Polen und Belarus Gefl\u00fcchtete sterben und mit dem Segen der gesamten EU milit\u00e4risch zur\u00fcckgedr\u00e4ngt werden und ein St\u00fcck weiter mittlerweile zeitgleich Ukraineri:nnen auch staatlich offen aufgenommen werden. Ganz zu schweigen von den seit Jahren \u00f6ffentlich bekannten illegalen Pushbacks durch die EU-Grenzschutzagentur Frontex im Mittelmeer. Wir m\u00fcssen diese Ungerechtigkeit aufzeigen, um die neuen Regeln f\u00fcr alle Menschen m\u00f6glich zu machen. Wir sollten nicht vergessen, Ukrainer:innen wurden bis Februar 2022 sehr stark durch antislawischen Rassismus stigmatisiert, der nun Russ:innen umso st\u00e4rker trifft. Wenn wir das und die Selektive Humanit\u00e4t nicht \u00fcberdenken, dann wird die Stimmung in Deutschland \u2013 \u00e4hnlich wie nach dem \u201eSommer der Migration\u201c und der kurzen \u201eWillkommenskultur\u201c im Jahr 2015 (der keine erleichterten staatlichen Aufnahmeregeln folgten, im Gegenteil) \u2013 schnell kippen, auch f\u00fcr Menschen aus der Ukraine. M\u00f6ckernkiez e.V. Neuer Vorstand im Regen gew\u00e4hlt Am 20. Juni konnte endlich wieder eine Mitgliederversammlung des Vereins in Pr\u00e4senz stattfinden, voller Hoffnung auf gutes Wetter auf dem Kiezplatz. Die formalen Tagesordnungspunkte wie Rechenschaftsbericht, Kassenbericht etc. wurden abgearbeitet, der Vorstand entlastet. Dann zog eine dicke Regenhusche \u00fcber den Platz, aber die Mehrheit der anwesenden Mitglieder lie\u00df sich davon nicht verdr\u00e4ngen. Drei ausscheidende, langj\u00e4hrige Vorst\u00e4nde wurden herzlich mit Blumen und Worten des Dankes verabschiedet und ein neuer Vorstand mit gro\u00dfer Mehrheit gew\u00e4hlt. Spa\u00df und Pflicht Die buchhalterische Seite des M\u00f6ca Wir Bewohner:innen der M\u00f6ckernkiez-Genossenschaft betreiben ehrenamtlich seit 2018 ein wundersch\u00f6nes Caf\u00e9. Doch damit ist es nicht getan, auch die buchhalterische Seite muss bew\u00e4ltigt werden. Hier hatten wir gro\u00dfes Gl\u00fcck, denn Irene Gro\u00dfmann brachte alle notwendigen buchhalterischen Kenntnisse mit, die f\u00fcr den Betrieb des Caf\u00e9s notwendig sind. Sie besuchte eine Wirtschaftsschule und spezialisierte sich danach auf kaufm\u00e4nnisch-steuerrechtliche Belange. W\u00e4hrend der Planungs- und Entstehungsphase der M\u00f6ckernkiez-Genossenschaft im Jahre 2010 bis zum Baustopp und danach war sie im Treffpunkt M\u00f6ckernkiez, Yorckstr. 63, mit vielen anderen Engagierten t\u00e4tig und beriet dort Einzugsinteressierte. Als wirklich Allererste zog sie bereits im Dezember 2017 in ihre Erdgeschosswohnung im Haus G11. Das Gemeinschaftscaf\u00e9, sp\u00e4ter &#8222;M\u00f6ca&#8220; getauft, wurde im Oktober 2018 gegr\u00fcndet. Irene, zuvor auch schon an den Planungssitzungen zur Gestaltung der Gemeinschaftsr\u00e4ume beteiligt, \u00fcbernahm die buchhalterischen Aufgaben des laufenden Betriebs rund um die Finanzen und erledigte diese aufwendige und kleinteilige Arbeit mit gro\u00dfem Einsatz. Es war nicht immer einfach, die teils qualitativ schlechten und schwer lesbaren Belege in eine klare Struktur zu bringen. Beim Ehrenamtsfest im Mai dankte ihr der Vereinsvorstand mit einem Blumenstrau\u00df. Zum 31. Mai gab Irene dieses Ehrenamt aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden auf. Wir alle sind ihr sehr dankbar f\u00fcr ihr langj\u00e4hriges Engagement. Eine Rikscha zum M\u00f6ckernkiez Komplett klimaneutrale Kiezrundfahrten \u201eOstfriesen lernen zuerst Fahrrad fahren, dann das Gehen\u201c sagt unser Nachbar Heinrich. Seine Zuneigung zu den zwei R\u00e4dern ist ihm geblieben, als Fortbewegungsmittel \u2013 und seit einiger Zeit auch als Ehrenamt. Nach seiner Pensionierung vor vier Jahren fuhr er zuerst Tourist:innen per Bike-Taxi durch die Stadt. Da konnte er gut seine Orts- und Fremdsprachenkenntnisse anbringen. Und er begann zudem, f\u00fcr den Verein \u201eRadeln ohne Alter\u201c (www.radelnohnealter.de\/berlin\/) Bewohner:innen einer Senioreneinrichtung in der Hauptstra\u00dfe durch die Stadt zu fahren. Dabei ist Heinrich geblieben. Eine Koordinatorin erstellt einen Wochenplan f\u00fcr gew\u00fcnschte Touren, die zu jeder Jahreszeit und bei (fast) jedem Wetter stattfinden. Eine Fahrt kann bis zu zwei Stunden dauern, ganz nach dem Wunsch der G\u00e4ste, die gehbeeintr\u00e4chtigt, schwach auf den Beinen sind oder in anderer Weise unter Beeintr\u00e4chtigungen leiden. Die Fahrt ist kostenfrei, gern werden Spenden f\u00fcr den Verein entgegengenommen. Die zwei Besucher:innen k\u00fcrzlich im M\u00f6ca: \u201eWas f\u00fcr eine wunderbare Unterbrechung und Abwechslung unseres Alltags.\u201c Heinrich: \u201eEs w\u00e4re prima, Piloten und Pilotinnen hier im M\u00f6ckernkiez gewinnen zu k\u00f6nnen.\u201c Sommerzeit &#8211; Schmetterlingszeit Schwerelos zwischen Erde und Himmel Fl\u00fcgelt ein kleiner blauer Falter &#8211; vom Wind geweht, Ein perlmutterner Schauer, glitzert, flimmert, vergeht So mit Augenblicksblinken, so im Vor\u00fcberwehn Sah ich das Gl\u00fcck mir winken, glitzern, flimmern, vergehn. (Hermann Hesse) Tja, das kleine Gl\u00fcck des Augenblicks, was gibt es Sch\u00f6neres? Die ersten Schmetterlinge \u00fcberraschen uns hier im Kiez und Gleisdreieck-Park von Mitte bis Ende Februar. Es sind Zitronenfalter und Tagpfauenaugen, etwas seltener auch der kleine Fuchs. Die Cornell-Kirsche sowie der Winterjasmin werden als fr\u00fch bl\u00fchende Nahrungsquellen gerne angenommen. Diese Falter haben \u00fcberwintert und ihr kurzes Leben dient nur noch der Fortpflanzung. Die Schmetterlinge hie\u00dfen \u00fcbrigens fr\u00fcher Sommerv\u00f6gel und bezaubern die Menschheit schon sehr lange. Ihre Pracht und die Mannigfaltigkeit ihrer Farben und Muster, fragil und verg\u00e4nglich wie Blumen, sehen wir immer nur kurz im schwerelosen Auf und Ab zwischen Erde und Himmel. In der Abendd\u00e4mmerung, manchmal auch schon tags\u00fcber, sieht man kleine Kolibris vor den Blumen stehen. Es sind Taubenschw\u00e4nzchen, die \u00fcbrigens auch zu den Wanderfaltern geh\u00f6ren und die mal kurz bis zu 3000 km fliegen k\u00f6nnen (mit Hilfe von H\u00f6henwinden). Das gleiche gilt f\u00fcr den bezaubernden Distelfalter und den im Sp\u00e4tsommer erscheinenden schwarzroten Admiral. Unsere Vorg\u00e4rten bieten den meisten Faltern nur zum Teil ein ausreichendes Nahrungsangebot, am besten sind die eher \u201eungepflegten\u201c Vorg\u00e4rten mit wilden Ecken und Wildkr\u00e4utern (fr\u00fcher diskriminierend Unkraut genannt). Gerade sie enthalten oft die n\u00f6tigen Nahrungs- und Futterpflanzen (f\u00fcr die Raupen). Zu empfehlen sind Kleearten, Gr\u00e4ser, Schafgarbenarten, Disteln, wilde M\u00f6hre, Sommerflieder u.a. Neue Angebote laufen gut an Sonntags brunchen, abends Durst l\u00f6schen Schon zum zweiten Mal hat das Mitbring-Brunch auf dem Kiezplatz stattgefunden. Jeweils am ersten Sonntag im Monat von 11 bis 14 Uhr bietet das M\u00f6ca diesen Service an: Kaffee und andere Getr\u00e4nke \u2013 auf Spendenbasis \u2013 und die Logistik: Geschirr und Gl\u00e4ser und damit auch den Abwasch! Die Teilnehmenden bringen Leckereien mit, die dann geteilt werden k\u00f6nnen. Absprachen sind nicht n\u00f6tig, jede:r bringt eine Lieblingsspeise mit \u2013 das hat bisher gut geklappt. Man kann dabei viele neue Leckereien kennenlernen und probieren. Die Idee: einen angenehmen Sonntagvormittag in Gesellschaft zu verbringen und neue M\u00f6ckernkiezler:innen kennen zu lernen. Auch dies hat bisher gut funktioniert, Bewohner:innen aus verschiedenen Hausgruppen kamen zusammen. Ein Feierabendtrunk ist im M\u00f6ca jetzt auch m\u00f6glich. Am Freitag, Samstag und Sonntag ist ge\u00f6ffnet, in der Regel von 18 bis 20 Uhr. Es gibt dann keinen Kaffee mehr sondern Knabber-Zeug und Softdrinks. Andere Getr\u00e4nke m\u00fcssen mitgebracht werden, bzw. werden von Einzelpersonen organisiert und f\u00fcr einen kleinen Preis zur Verf\u00fcgung gestellt. (Hintergrund: das M\u00f6ca hat keine Ausschank-Lizenz). Dadurch sollen auch berufst\u00e4tige Nachbar:innen die Gelegenheit erhalten, das M\u00f6ca und den Treffpunkt nach Feierabend zu nutzen, andere kennen zu lernen und zu plaudern. Wir w\u00fcnschen uns, dass in Zukunft viele Menschen diese Angebote nutzen, um unseren Kiez noch lebendiger sowie lebens- und liebenswerter zu machen. AG Gr\u00fcner Daumen Tipps zur Wiesenpflege Um Wiesen bl\u00fch- und insektenfreundlich zu gestalten sind ein paar Pflegema\u00dfnahmen angebracht: Ich schaffe Platz f\u00fcr gesammelte Samen (Margeriten, Wildnelken, Wiesensalbei, Klatschmohn usw.) und entferne dabei invasive Arten wie Gras, Schafgarbe, Klee. Dann m\u00e4he ich je nach Wetterlage im Juli die verbl\u00fchten Pflanzen, lasse aber Inseln stehen f\u00fcr diverse V\u00f6gel wie Distelfinken, Meisen und Spatzen. Das M\u00e4hgut bleibt ein paar Tage liegen, damit die Samen ausfallen k\u00f6nnen, und wird dann eingesammelt und an anderer Stelle zum Kompostieren oder Mulchen verwendet. Im Oktober schneide ich die Wiese komplett herunter, damit die Fr\u00fchbl\u00fcher im folgenden Jahr eine Chance haben. Das M\u00e4hgut wird dann entfernt. Eure Sinne werden dieses St\u00fcck Natur genie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frisch rausgeschickt &#8211; der Vereinsnewsletter ist da.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":13538,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_uag_custom_page_level_css":"","iawp_total_views":34,"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-16021","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-moeckernkiez","entry","rows-excerpt"],"uagb_featured_image_src":{"full":["https:\/\/moeckernkiez.org\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/kg11hbuq5nu.jpg",1024,683,false],"thumbnail":["https:\/\/moeckernkiez.org\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/kg11hbuq5nu-140x140.jpg",140,140,true],"medium":["https:\/\/moeckernkiez.org\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/kg11hbuq5nu-350x233.jpg",350,233,true],"medium_large":["https:\/\/moeckernkiez.org\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/kg11hbuq5nu-768x512.jpg",768,512,true],"large":["https:\/\/moeckernkiez.org\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/kg11hbuq5nu.jpg",1024,683,false],"1536x1536":["https:\/\/moeckernkiez.org\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/kg11hbuq5nu.jpg",1024,683,false],"2048x2048":["https:\/\/moeckernkiez.org\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/kg11hbuq5nu.jpg",1024,683,false],"awpcp-thumbnail":["https:\/\/moeckernkiez.org\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/kg11hbuq5nu-200x125.jpg",200,125,true],"awpcp-featured":["https:\/\/moeckernkiez.org\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/kg11hbuq5nu-300x200.jpg",300,200,true],"awpcp-featured-on-lists":["https:\/\/moeckernkiez.org\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/kg11hbuq5nu-300x300.jpg",300,300,true],"awpcp-large":["https:\/\/moeckernkiez.org\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/kg11hbuq5nu-640x427.jpg",640,427,true]},"uagb_author_info":{"display_name":"MB","author_link":"https:\/\/moeckernkiez.org\/?author=2"},"uagb_comment_info":0,"uagb_excerpt":"Frisch rausgeschickt - der Vereinsnewsletter ist da.","publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-16 13:26:39","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/moeckernkiez.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16021","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/moeckernkiez.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/moeckernkiez.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/moeckernkiez.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/moeckernkiez.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=16021"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/moeckernkiez.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16021\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16042,"href":"https:\/\/moeckernkiez.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16021\/revisions\/16042"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/moeckernkiez.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/13538"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/moeckernkiez.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=16021"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/moeckernkiez.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=16021"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/moeckernkiez.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=16021"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}