{"id":15829,"date":"2022-07-26T11:39:00","date_gmt":"2022-07-26T09:39:00","guid":{"rendered":"https:\/\/moeckernkiez.org\/?p=15829"},"modified":"2022-09-26T11:51:06","modified_gmt":"2022-09-26T09:51:06","slug":"vereins-newsletter-nr-47-september-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/moeckernkiez.org\/?p=15829","title":{"rendered":"Vereins-Newsletter Nr. 47 &#8211; September 2022"},"content":{"rendered":"\n<p>Frisch rausgeschickt &#8211; am 30. Juli 2022 ist der Vereinsnewsletter erschienen &#8230; <a href=\"https:\/\/moeckernkiez-ev.de\/newsletter\/archive\/2022-09-newsletter1.html\">hier der Link zur Online-Version oder eingebettete Preview lesen:<\/a><\/p>\n\n\n\n<iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/moeckernkiez-ev.de\/newsletter\/archive\/2022-09-newsletter1.html\" width=\"100%\" height=\"2000px\"><\/iframe>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-small-font-size\">\u00af\\_(\u30c4)_\/\u00af<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-white-color has-text-color\" style=\"font-size:1px\">Angesichts der aktuellen Energiemangellage finden auch in der Genossenschaft Gespr\u00e4che zu realisierbaren Energieeinsparm\u00f6glichkeiten statt. Die Themen sind Reduzierung der Au\u00dfenbeleuchtung, Nachtabsenkung\/Absenkung der Temperatur der L\u00fcftungsluft, Senkung der Warmwasser-Vorlauftemperatur. Unsere H\u00e4user mit Neubaustandard KW 40 Standard bieten wenig weitere M\u00f6glichkeiten der Energieeinsparung. L\u00e4ngerfristige Ma\u00dfnahmen erarbeitet aktuell die AG Klima. In der n\u00e4chsten Gemeinwohlbilanz soll das Thema wieder aufgegriffen werden. Es fanden im M\u00f6ckernkiez sowie an drei weiteren Standorten in Friedrichhain-Kreuzberg &#8222;Energiespazierg\u00e4nge&#8220; statt \u2013 als Teil des Projekts &#8222;Klimaschutz 100 Pro&#8220; der Berliner Senatsverwaltung f\u00fcr Umwelt, Mobilit\u00e4t, Verbraucher- und Klimaschutz. Ziel ist die Erh\u00f6hung der Motivation zum individuellen Energiesparen. Der Genossenschaftsvorstand hat dar\u00fcber hinaus die AG Klima beauftragt, weitere l\u00e4ngerfristige Energieeinsparma\u00dfnahmen zu definieren.Die L\u00fcftungsanlagen unserer H\u00e4user be- und entl\u00fcften laufend alle Wohnungen. Ihre W\u00e4rmetauscher sorgen daf\u00fcr, dass im Winter die warme Abluft der Wohnungen die einstr\u00f6mende k\u00fchlere Frischluft erw\u00e4rmt und im Sommer die kalte Abluft die w\u00e4rmere Frischluft k\u00fchlt. Bei Bedarf wird im Winter die zustr\u00f6mende Luft noch \u00fcber ein Heizregister erw\u00e4rmt. Das hei\u00dfe Wasser daf\u00fcr stammt von der Zentralheizung. Die L\u00fcftungsanlage l\u00e4uft st\u00e4ndig und verbraucht Strom. Der W\u00e4rmetauscher sorgt daf\u00fcr, dass die Zentralheizung im Winter weniger W\u00e4rme beisteuern muss. Die Zentralheizung verbraucht Erdgas (40%) und Biogas (60%). Die L\u00fcftungsanlage befeuchtet die Luft nicht und kann auch nicht aktiv k\u00fchlen. Dieses Konzept hat aus meiner Sicht Vor- und Nachteile, n\u00e4mlich die trockene Luft im Winter und die warme Luft im Sommer. Eine individuelle Temperaturregelung ist nicht m\u00f6glich, man k\u00f6nnte es als &#8222;kollektive Zwangsbel\u00fcftung&#8220; bezeichnen. Zur Energieersparnis kann bei Abwesenheit in den Wohnungen nichts abgestellt werden. Die Abw\u00e4rme der mit Strom betriebenen Ventilatoren erw\u00e4rmt die einstr\u00f6mende Luft immer um ca. um 1\u00b0 &#8211; 2\u00b0. Im Winter wirkt das wie eine elektrische Zusatzheizung, im Sommer wird die Zuluft erw\u00e4rmt und erh\u00f6ht damit die Raumtemperatur.<br>Hygienisch ist die Anlage nicht unproblematisch, z.B. geplatzte Filter. Die st\u00e4ndige Luftbewegung verhindert die Ansiedlung von Organismen, darum d\u00fcrfen die Anlagen laut VDI 6022 maximal sechs Stunden stillstehen (Quelle: Protokoll des Expertengespr\u00e4chs zum Thema L\u00fcftung am 09.05.2019 im M\u00f6ckernkiez). Nachteil: Schmutz oder Biofilme (Organismen wie Bakterien und Pilzrasen) in den L\u00fcftungskan\u00e4len sind schwer zu entfernen.<br>Die L\u00fcftungsanlage war teuer, der Platzbedarf der Kan\u00e4le schr\u00e4nkt Einrichtungsm\u00f6glichkeiten ein, Filterwechsel sind zwei Mal pro Jahr f\u00e4llig und kostenintensiv . Dazu kommen Instandhaltung, Kontrollen, Hygieneinspektionen und im Bedarfsfall der Ausbau und eine umweltgerechte Entsorgung der ausgedienten oder veralteten Anlage. Ob der Strom- und Materialverbrauch eine ad\u00e4quate Einsparung von Heizenergie (Erd- und Biogas) einbringt, steht noch nicht fest. Am 7. Juni 2022 beschloss die Mitgliederversammlung, den Paragrafen 45 der Satzung, der eine Mitgliedschaft im \u201cVerband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen\u201d (BBU) vorschreibt, durch eine Formulierung zu ersetzen, die sich in den meisten Genossenschaftssatzungen findet:<br>\u201cDie Genossenschaft wird von dem Pr\u00fcfverband gepr\u00fcft, dem sie angeh\u00f6rt\u201d. Nun m\u00fcssen Vorstand und Aufsichtsrat entscheiden, ob unsere Genossenschaft den Pr\u00fcfverband wechselt. Neben dem BBU bietet sich der \u201cPr\u00fcfverband der Kleinen und Mittleren Genossenschaften\u201d (PKMG) an, dem die meisten der &#8222;jungen Genossenschaften\u201c in Berlin angeh\u00f6ren. Welche Anforderungen sind an einen Pr\u00fcfverband zu stellen? Welcher Pr\u00fcfverband passt zu den Zielen und Werten des M\u00f6ckernkiezes am besten? Welche Erfahrungen liegen mit dem PKMG vor? Diese Fragen besch\u00e4ftigen auch die Mitglieder. Darum l\u00e4dt die Gruppe von Mitgliedern, die im Fr\u00fchjahr die Satzungs\u00e4nderung angesto\u00dfen hat, zu einer Diskussionsveranstaltung ein. Viele im M\u00f6ckernkiez hatten schon vermutet, das Hotel an der Ecke zur Yorckstra\u00dfe w\u00fcrde wohl niemals seinen Betrieb aufnehmen. Eigentlich war die Er\u00f6ffnung schon im letzten Jahr geplant, erz\u00e4hlt \u201eSales Manager\u201c Tim Romeike: \u201eWir waren eigentlich schon komplett fertig, alles war eingerichtet, aber dann gab es noch einige Reparaturarbeiten auf dem Dach und am n\u00e4chsten Tag tropfte das Wasser durch alle Etagen, das ganze Inventar war kaputt.\u201c F\u00fcr den Betreiber, die GINN-Hotelkette, war das ein herber R\u00fcckschlag, nachdem zuvor schon wegen Corona die Er\u00f6ffnung hinausgeschoben werden musste. Aber jetzt ist das Hotel offen und an manchen Tagen sogar ausgebucht, wenn eine Messe stattfindet oder die Toten Hosen ein Konzert in Berlin geben. Solche Anl\u00e4sse treiben dann auch, wie \u00fcberall in der Hotelbranche \u00fcblich, die Preise nach oben. Vier Zimmerkategorien hat das Hotel zu bieten: vom Standardzimmer an der Seite zur Stra\u00dfe bis zur Junior Suite mit Blick auf den M\u00f6ckernkiez. An manchen Tagen ist das g\u00fcnstigste Zimmer f\u00fcr 89 \u20ac zu haben, meistens aber sind \u00dcbernachtungspreise um die 150 \u20ac f\u00e4llig Auch wer nicht Hotelgast ist, kann zumindest mal von oben auf den Kiez und auf die n\u00e4here Umgebung schauen. Zwei Dachterrassen bieten einen weiten Ausblick. Oben gibt es keinen Service, aber wer sich vorher in der Hotelbar ein Getr\u00e4nk besorgt, hat freien Zutritt und erwischt mit etwas Gl\u00fcck sogar einen der Liegest\u00fchle auf dem Dach. Und unten vor dem Hotel gibt es die M\u00f6glichkeit, bei einem Getr\u00e4nk das Treiben auf der M\u00f6ckernstra\u00dfe zu beobachten. F\u00fcr die Hotelg\u00e4ste wird nur ein Fr\u00fchst\u00fcck angeboten, auf ein Restaurant haben die Betreiber verzichtet, weil es ja genug Gastronomie in der n\u00e4heren Umgebung gibt. Die meisten werden es wissen, aber es sei noch einmal daran erinnert, dass das GINN-Hotel nicht zum M\u00f6ckernkiez geh\u00f6rt. Als die Genossenschaft in finanzielle Bedr\u00e4ngnis kam, wurde dieser Teil des Grundst\u00fccks verkauft. Aber die Hotelbetreibenden legen gro\u00dfen Wert auf gute Nachbarschaft und sind offen f\u00fcr Anregungen, W\u00fcnsche und Kritik. Auch am Sommerfest wollen sie sich beteiligen, bei der Tombola auf der Kiezstra\u00dfe gibt es eine \u00dcbernachtung im Hotel zu gewinnen<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-small-font-size\"><br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-white-color has-text-color\" style=\"font-size:1px\">Hilfe f\u00fcr Gefl\u00fcchtete Selektive Humanit\u00e4t Meine WG im M\u00f6ckernkiez ist Teil der Solidarit\u00e4tsbewegung, die Menschen unterst\u00fctzt, die aus der Ukraine geflohen sind. Die Solidarit\u00e4t in unserer Genossenschaft ist beeindruckend. Auch wir teilen unsere Wohnung mit einer Familie. Meine alten Mitbewohner:innen sind selbst gefl\u00fcchtet oder unterst\u00fctzen gefl\u00fcchtete Menschen schon lange. Bei der Freude \u00fcber die Unterst\u00fctzung f\u00fcr Menschen aus der Ukraine f\u00e4llt die Ungleichbehandlung von anderen Menschen, die vor Krieg und Verfolgung geflohen sind, sofort ins Auge. Keine Kriminalisierung der Einreise, \u00dcbersetzungen, Deutschkurse, Arbeitserlaubnisse, Hochschulzugang, schnelle Aufenthaltserlaubnis und vieles andere. Daf\u00fcr k\u00e4mpfen gefl\u00fcchtete Menschen seit den 80er-Jahren immer wieder. Jetzt ist es m\u00f6glich. Aber nicht f\u00fcr alle. Die neuen Regeln gelten nicht f\u00fcr die Menschen, die seit langem daf\u00fcr k\u00e4mpfen und aus Afghanistan, Syrien, Irak, Somalia und anderen L\u00e4ndern au\u00dferhalb Europas geflohen sind. Die neuen Regeln und die positive Darstellung von Ukrainer:innen sind nicht ann\u00e4hernd vergleichbar mit dem Umgang mit Menschen z. B. aus Afghanistan. Der \u00f6sterreichisch-afghanische Journalist Emran Feroz beschreibt in der taz die grausame Ungleichbehandlung als letzten Beweis f\u00fcr viele Gefl\u00fcchtete, dass ihr Leben in Europa nichts wert ist. Der in Kiew geborene Autor Dmitrji Kapitelman spricht von Selektiver Humanit\u00e4t, wenn an der Grenze zwischen Polen und Belarus Gefl\u00fcchtete sterben und mit dem Segen der gesamten EU milit\u00e4risch zur\u00fcckgedr\u00e4ngt werden und ein St\u00fcck weiter mittlerweile zeitgleich Ukraineri:nnen auch staatlich offen aufgenommen werden. Ganz zu schweigen von den seit Jahren \u00f6ffentlich bekannten illegalen Pushbacks durch die EU-Grenzschutzagentur Frontex im Mittelmeer. Wir m\u00fcssen diese Ungerechtigkeit aufzeigen, um die neuen Regeln f\u00fcr alle Menschen m\u00f6glich zu machen. Wir sollten nicht vergessen, Ukrainer:innen wurden bis Februar 2022 sehr stark durch antislawischen Rassismus stigmatisiert, der nun Russ:innen umso st\u00e4rker trifft. Wenn wir das und die Selektive Humanit\u00e4t nicht \u00fcberdenken, dann wird die Stimmung in Deutschland \u2013 \u00e4hnlich wie nach dem \u201eSommer der Migration\u201c und der kurzen \u201eWillkommenskultur\u201c im Jahr 2015 (der keine erleichterten staatlichen Aufnahmeregeln folgten, im Gegenteil) \u2013 schnell kippen, auch f\u00fcr Menschen aus der Ukraine. M\u00f6ckernkiez e.V. Neuer Vorstand im Regen gew\u00e4hlt Am 20. Juni konnte endlich wieder eine Mitgliederversammlung des Vereins in Pr\u00e4senz stattfinden, voller Hoffnung auf gutes Wetter auf dem Kiezplatz. Die formalen Tagesordnungspunkte wie Rechenschaftsbericht, Kassenbericht etc. wurden abgearbeitet, der Vorstand entlastet. Dann zog eine dicke Regenhusche \u00fcber den Platz, aber die Mehrheit der anwesenden Mitglieder lie\u00df sich davon nicht verdr\u00e4ngen. Drei ausscheidende, langj\u00e4hrige Vorst\u00e4nde wurden herzlich mit Blumen und Worten des Dankes verabschiedet und ein neuer Vorstand mit gro\u00dfer Mehrheit gew\u00e4hlt. Spa\u00df und Pflicht Die buchhalterische Seite des M\u00f6ca Wir Bewohner:innen der M\u00f6ckernkiez-Genossenschaft betreiben ehrenamtlich seit 2018 ein wundersch\u00f6nes Caf\u00e9. Doch damit ist es nicht getan, auch die buchhalterische Seite muss bew\u00e4ltigt werden. Hier hatten wir gro\u00dfes Gl\u00fcck, denn Irene Gro\u00dfmann brachte alle notwendigen buchhalterischen Kenntnisse mit, die f\u00fcr den Betrieb des Caf\u00e9s notwendig sind. Sie besuchte eine Wirtschaftsschule und spezialisierte sich danach auf kaufm\u00e4nnisch-steuerrechtliche Belange. W\u00e4hrend der Planungs- und Entstehungsphase der M\u00f6ckernkiez-Genossenschaft im Jahre 2010 bis zum Baustopp und danach war sie im Treffpunkt M\u00f6ckernkiez, Yorckstr. 63, mit vielen anderen Engagierten t\u00e4tig und beriet dort Einzugsinteressierte. Als wirklich Allererste zog sie bereits im Dezember 2017 in ihre Erdgeschosswohnung im Haus G11. Das Gemeinschaftscaf\u00e9, sp\u00e4ter &#8222;M\u00f6ca&#8220; getauft, wurde im Oktober 2018 gegr\u00fcndet. Irene, zuvor auch schon an den Planungssitzungen zur Gestaltung der Gemeinschaftsr\u00e4ume beteiligt, \u00fcbernahm die buchhalterischen Aufgaben des laufenden Betriebs rund um die Finanzen und erledigte diese aufwendige und kleinteilige Arbeit mit gro\u00dfem Einsatz. Es war nicht immer einfach, die teils qualitativ schlechten und schwer lesbaren Belege in eine klare Struktur zu bringen. Beim Ehrenamtsfest im Mai dankte ihr der Vereinsvorstand mit einem Blumenstrau\u00df. Zum 31. Mai gab Irene dieses Ehrenamt aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden auf. Wir alle sind ihr sehr dankbar f\u00fcr ihr langj\u00e4hriges Engagement. Eine Rikscha zum M\u00f6ckernkiez Komplett klimaneutrale Kiezrundfahrten \u201eOstfriesen lernen zuerst Fahrrad fahren, dann das Gehen\u201c sagt unser Nachbar Heinrich. Seine Zuneigung zu den zwei R\u00e4dern ist ihm geblieben, als Fortbewegungsmittel \u2013 und seit einiger Zeit auch als Ehrenamt. Nach seiner Pensionierung vor vier Jahren fuhr er zuerst Tourist:innen per Bike-Taxi durch die Stadt. Da konnte er gut seine Orts- und Fremdsprachenkenntnisse anbringen. Und er begann zudem, f\u00fcr den Verein \u201eRadeln ohne Alter\u201c (www.radelnohnealter.de\/berlin\/) Bewohner:innen einer Senioreneinrichtung in der Hauptstra\u00dfe durch die Stadt zu fahren. Dabei ist Heinrich geblieben. Eine Koordinatorin erstellt einen Wochenplan f\u00fcr gew\u00fcnschte Touren, die zu jeder Jahreszeit und bei (fast) jedem Wetter stattfinden. Eine Fahrt kann bis zu zwei Stunden dauern, ganz nach dem Wunsch der G\u00e4ste, die gehbeeintr\u00e4chtigt, schwach auf den Beinen sind oder in anderer Weise unter Beeintr\u00e4chtigungen leiden. Die Fahrt ist kostenfrei, gern werden Spenden f\u00fcr den Verein entgegengenommen. Die zwei Besucher:innen k\u00fcrzlich im M\u00f6ca: \u201eWas f\u00fcr eine wunderbare Unterbrechung und Abwechslung unseres Alltags.\u201c Heinrich: \u201eEs w\u00e4re prima, Piloten und Pilotinnen hier im M\u00f6ckernkiez gewinnen zu k\u00f6nnen.\u201c Sommerzeit &#8211; Schmetterlingszeit Schwerelos zwischen Erde und Himmel Fl\u00fcgelt ein kleiner blauer Falter &#8211; vom Wind geweht, Ein perlmutterner Schauer, glitzert, flimmert, vergeht So mit Augenblicksblinken, so im Vor\u00fcberwehn Sah ich das Gl\u00fcck mir winken, glitzern, flimmern, vergehn. (Hermann Hesse) Tja, das kleine Gl\u00fcck des Augenblicks, was gibt es Sch\u00f6neres? Die ersten Schmetterlinge \u00fcberraschen uns hier im Kiez und Gleisdreieck-Park von Mitte bis Ende Februar. Es sind Zitronenfalter und Tagpfauenaugen, etwas seltener auch der kleine Fuchs. Die Cornell-Kirsche sowie der Winterjasmin werden als fr\u00fch bl\u00fchende Nahrungsquellen gerne angenommen. Diese Falter haben \u00fcberwintert und ihr kurzes Leben dient nur noch der Fortpflanzung. Die Schmetterlinge hie\u00dfen \u00fcbrigens fr\u00fcher Sommerv\u00f6gel und bezaubern die Menschheit schon sehr lange. Ihre Pracht und die Mannigfaltigkeit ihrer Farben und Muster, fragil und verg\u00e4nglich wie Blumen, sehen wir immer nur kurz im schwerelosen Auf und Ab zwischen Erde und Himmel. In der Abendd\u00e4mmerung, manchmal auch schon tags\u00fcber, sieht man kleine Kolibris vor den Blumen stehen. Es sind Taubenschw\u00e4nzchen, die \u00fcbrigens auch zu den Wanderfaltern geh\u00f6ren und die mal kurz bis zu 3000 km fliegen k\u00f6nnen (mit Hilfe von H\u00f6henwinden). Das gleiche gilt f\u00fcr den bezaubernden Distelfalter und den im Sp\u00e4tsommer erscheinenden schwarzroten Admiral. Unsere Vorg\u00e4rten bieten den meisten Faltern nur zum Teil ein ausreichendes Nahrungsangebot, am besten sind die eher \u201eungepflegten\u201c Vorg\u00e4rten mit wilden Ecken und Wildkr\u00e4utern (fr\u00fcher diskriminierend Unkraut genannt). Gerade sie enthalten oft die n\u00f6tigen Nahrungs- und Futterpflanzen (f\u00fcr die Raupen). Zu empfehlen sind Kleearten, Gr\u00e4ser, Schafgarbenarten, Disteln, wilde M\u00f6hre, Sommerflieder u.a. Neue Angebote laufen gut an Sonntags brunchen, abends Durst l\u00f6schen Schon zum zweiten Mal hat das Mitbring-Brunch auf dem Kiezplatz stattgefunden. Jeweils am ersten Sonntag im Monat von 11 bis 14 Uhr bietet das M\u00f6ca diesen Service an: Kaffee und andere Getr\u00e4nke \u2013 auf Spendenbasis \u2013 und die Logistik: Geschirr und Gl\u00e4ser und damit auch den Abwasch! Die Teilnehmenden bringen Leckereien mit, die dann geteilt werden k\u00f6nnen. Absprachen sind nicht n\u00f6tig, jede:r bringt eine Lieblingsspeise mit \u2013 das hat bisher gut geklappt. Man kann dabei viele neue Leckereien kennenlernen und probieren. Die Idee: einen angenehmen Sonntagvormittag in Gesellschaft zu verbringen und neue M\u00f6ckernkiezler:innen kennen zu lernen. Auch dies hat bisher gut funktioniert, Bewohner:innen aus verschiedenen Hausgruppen kamen zusammen. Ein Feierabendtrunk ist im M\u00f6ca jetzt auch m\u00f6glich. Am Freitag, Samstag und Sonntag ist ge\u00f6ffnet, in der Regel von 18 bis 20 Uhr. Es gibt dann keinen Kaffee mehr sondern Knabber-Zeug und Softdrinks. Andere Getr\u00e4nke m\u00fcssen mitgebracht werden, bzw. werden von Einzelpersonen organisiert und f\u00fcr einen kleinen Preis zur Verf\u00fcgung gestellt. (Hintergrund: das M\u00f6ca hat keine Ausschank-Lizenz). Dadurch sollen auch berufst\u00e4tige Nachbar:innen die Gelegenheit erhalten, das M\u00f6ca und den Treffpunkt nach Feierabend zu nutzen, andere kennen zu lernen und zu plaudern. Wir w\u00fcnschen uns, dass in Zukunft viele Menschen diese Angebote nutzen, um unseren Kiez noch lebendiger sowie lebens- und liebenswerter zu machen. AG Gr\u00fcner Daumen Tipps zur Wiesenpflege Um Wiesen bl\u00fch- und insektenfreundlich zu gestalten sind ein paar Pflegema\u00dfnahmen angebracht: Ich schaffe Platz f\u00fcr gesammelte Samen (Margeriten, Wildnelken, Wiesensalbei, Klatschmohn usw.) und entferne dabei invasive Arten wie Gras, Schafgarbe, Klee. Dann m\u00e4he ich je nach Wetterlage im Juli die verbl\u00fchten Pflanzen, lasse aber Inseln stehen f\u00fcr diverse V\u00f6gel wie Distelfinken, Meisen und Spatzen. Das M\u00e4hgut bleibt ein paar Tage liegen, damit die Samen ausfallen k\u00f6nnen, und wird dann eingesammelt und an anderer Stelle zum Kompostieren oder Mulchen verwendet. Im Oktober schneide ich die Wiese komplett herunter, damit die Fr\u00fchbl\u00fcher im folgenden Jahr eine Chance haben. Das M\u00e4hgut wird dann entfernt. Eure Sinne werden dieses St\u00fcck Natur genie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frisch rausgeschickt &#8211; am 30. 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