{"id":15503,"date":"2021-06-30T08:24:00","date_gmt":"2021-06-30T06:24:00","guid":{"rendered":"https:\/\/moeckernkiez.org\/?p=15503"},"modified":"2022-07-08T08:38:12","modified_gmt":"2022-07-08T06:38:12","slug":"vereins-newsletter-nr-34-juli-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/moeckernkiez.org\/?p=15503","title":{"rendered":"Vereins-Newsletter Nr. 34 &#8211; Juli 2021"},"content":{"rendered":"\n<p>Frisch rausgeschickt &#8211; am 30. Juni 2021 ist der Vereinsnewsletter erschienen &#8230; <a href=\"https:\/\/moeckernkiez-ev.de\/newsletter\/archive\/2021-07-newsletter1.html\">hier der Link zur Online-Version oder eingebettete Preview lesen:<\/a><\/p>\n\n\n\n<iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/moeckernkiez-ev.de\/newsletter\/archive\/2021-07-newsletter1.html\" width=\"100%\" height=\"2000px\"><\/iframe>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-small-font-size\">\u00af\\_(\u30c4)_\/\u00af<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-white-color has-text-color\" style=\"font-size:1px\">Die neue Aufsichtsratsvorsitzende im Gespr\u00e4ch \u201eDie Zukunftsfragen gemeinsam mit den Mitgliedern erarbeiten&#8220;\u00a0 Auf seiner konstituierenden Sitzung am 23. Juni w\u00e4hlte der Aufsichtsrat (AR) Silvana Tiedemann zur Vorsitzenden. Vier Fragen an die neue Vorsitzende. NL: Welche Priorit\u00e4ten habt Ihr Euch gesetzt? ST: Als erste die Bestellung des Vorstandes. Der alte AR hat aus dem Bewerber:innenkreis eine Auswahl getroffen, die wir jetzt zu Gespr\u00e4chen einladen. Dabei beziehen wir auch die Mitarbeiter:innen ein, immerhin wird es deren neue:r Chef:in. Zweite Priorit\u00e4t hat das Zukunftsforum. Hier starten wir am 24. August 2021 um 19:00 Uhr mit einer online stattfindenden Infoveranstaltung. Um weitere Schwerpunkte zu setzen, geben wir uns noch ein paar Monate Zeit.\u00a0 NL: Wie wollt Ihr Eure Arbeit gegen\u00fcber den Mitgliedern transparent halten? ST: Wir verschicken weiter regelm\u00e4\u00dfig Rundschreiben an alle Mitglieder und nehmen rotierend an den Beiratssitzungen teil \u2013 in den n\u00e4chsten drei Sitzungen jeweils zu zweit, damit sich Beirat und neue AR-Mitglieder kennenlernen k\u00f6nnen. Au\u00dferdem k\u00f6nnen wir uns vorstellen, auch f\u00fcr den AR ein schriftliches Verfahren wie bei den Vorstandsfragen einzuf\u00fchren.\u00a0 NL: Mit dem Zukunftsforum hat der Aufsichtsrat eine aktive Rolle in der Perspektiv-Debatte mit den Mitgliedern \u00fcbernommen. Warum diese neue Rolle? ST: Ich sehe hier keine neue Rolle, aber der Genossenschaft stellen sich nun mal heute diese Fragen.\u00a0 Beispielsweise: Wollen wir in den n\u00e4chsten Jahren einen Neubau wagen? Wollen wir prim\u00e4r das Leben im Kiez verbessern oder auch in die Stadt hinein wirken? Antworten zu suchen, sehen Vorstand und AR als Aufgabe, die jetzt gemeinsam mit den Mitgliedern bearbeitet werden muss.\u00a0 NL: Welche Themen sind f\u00fcr Dich pers\u00f6nlich besonders wichtig? ST: Zum einen die Weiterentwicklung der Selbstverwaltung, also das Zusammenspiel von Beirat, AR und Vorstand. Der Bannerkonflikt hat gezeigt, dass wir hier mehr Verl\u00e4sslichkeit brauchen. Zum zweiten die Weiterentwicklung des inklusiven Charakters des Kiezes, womit ich nicht nur die Barrierefreiheit, sondern auch den Abbau sozialer Zugangsbarrieren meine. Stichwort w\u00e4re hier etwa die Institutionalisierung eines Solidarfonds. \u201eBarrierefreiheit geht nur mit hilfsbereiten Nachbarn\u201c\u00a0 Auf den ersten Blick sieht die Wohnung von Marianne Simon aus wie viele andere auch. Aber dann f\u00e4llt auf, dass die K\u00fccheneinrichtung komplett auf Sockeln steht, damit die Arbeitsfl\u00e4chen und die Schubladen ihrer K\u00f6rperh\u00f6he im Sitzen angepasst sind, denn nur so kann sich Marianne aus ihrem Rollstuhl heraus ein Essen zubereiten. Die Fl\u00e4che unter dem Herd ist wie bei einem Tisch frei, weil der Rollstuhl den Platz braucht. Aber da ist doch ein Oberschrank, an den sie im Sitzen gar nicht herankommt? L\u00e4chelnd zieht Marianne einen Transponder, eine Art kleine Fernbedienung heraus, dr\u00fcckt ein Kn\u00f6pfchen und mit einem leisen Surren wandert der Schrank nach unten, bis ihn die Obstschale auf der Arbeitsplatte stoppt. Barrierefrei wohnen \u2013 das wollte die Genossenschaft von Anfang an zumindest in einem Teil der Wohnungen verwirklichen. Ebenerdige Duschen, breitere T\u00fcren, gut aus einem Rollstuhl zu erreichende Steckdosen und Schalter \u2013 an viele Details musste schon in der Bauphase gedacht werden. Trotzdem waren noch viele Nachbesserungen n\u00f6tig, bis Marianne einziehen konnte. Die Toilette war zu dicht an der Wand, auch das Waschbecken musste noch ein St\u00fcck versetzt werden. Und erst nach und nach wurden in den H\u00e4usern, in denen Rollstuhlfahrende wohnen, leicht zu bedienende Automatikt\u00fcren eingebaut.\u00a0 Trotzdem gibt es noch Probleme und wirkliche Herausforderungen. Zum Beispiel das Gie\u00dfen der Pflanzen auf dem Balkon und in der Loggia. Es ist nur eine winzige, eigentlich kaum wahrnehmbare Schwelle, die der Rollstuhl \u00fcberwinden muss. Um die schwere volle Gie\u00dfkanne zu transportieren, hat sich Marianne ein Tablett auf ein Kissen montieren lassen. Aber es gelingt ihr nur selten, \u00fcber die kleinen Schwellen zu kommen, ohne dass die Gie\u00dfkanne herunterf\u00e4llt und alles unter Wasser setzt.\u00a0\u00a0 Mit einer bewundernswerten heiteren Gelassenheit schildert Marianne die kleinen Malaisen und die gro\u00dfen Probleme, mit denen sie Tag f\u00fcr Tag klarkommen muss.\u00a0 Endlich hat sie nach langer Suche ein Sofa gefunden, das hoch genug ist, um sich aus dem Rollstuhl heraus dort hinlegen zu k\u00f6nnen. Im Handel gibt es Sofas in dieser H\u00f6he nicht, also musste es eigens nach Ma\u00df angefertigt werden.\u00a0 Vieles kann Marianne allein in ihrer Wohnung bew\u00e4ltigen. Seit einem Fahrradunfall 1997 muss sie mit dieser Querschnittsl\u00e4hmung leben, sie hat aber nie ihren Optimismus und ihre Freude am Leben verloren. Aber oft braucht sie auch Hilfe und die bekommt sie auch von Nachbarn, Freunden, ihren Kindern und Enkeln. \u201eBarriefreiheit geht nur mit hilfsbereiten Nachbarn\u201c, sagt sie. Aber auch die denken nicht immer daran, die Fl\u00fcgelt\u00fcr ihres Rollstuhlwechselraums im Keller von Kartons und geparktem Mobiliar freizur\u00e4umen. \u00a0\u00a0Rund um das Haus gibt es noch so manches Hindernis. Die zu steile Rampe etwa vor der Haust\u00fcr von G 17, die zur Stra\u00dfe f\u00fchrt. Eine rollstuhlgeeignetere Rampe wurde vor dem Hotel gebaut, aber leider mit Kopfsteinpflaster belegt, in dem sich ein Rollstuhl schon mal gerne verhakt. Auch der direkte Zugang von G 17 zum Park ist ein Abenteuer, weil eine Kuhle zum Auffangen von Regenwasser den Weg f\u00fcr Rollst\u00fchle versperrt. Aber es findet sich immer ein Ausweg oder eine helfende Hand. Marianne f\u00fchlt sich im M\u00f6ckernkiez zu Hause und plant, sich noch st\u00e4rker in die Genossenschaft einzubringen. Kindern und Jugendlichen mehr Mitsprache- und Miwirkungsm\u00f6glichkeiten zu geben \u2013 das ist ihr mindestens genauso wichtig wie das Streben nach noch mehr Barrierefreiheit im Kiez.\u00a0\u00a0 Kiritk an der Bespitzelung im M\u00f6ckernkiez &#8211; keine Kiezstatistik in Heimarbeit Das Amt f\u00fcr Statistik Berlin-Brandenburg liefert die Zahlen\u00a0 F\u00fcr eine kiezinterne Erhebung muss in Zukunft niemand mehr Nachbarn beobachten, befragen und dabei den Datenschutz, der im\u00a0 M\u00f6ckernkiez Verein sehr vernachl\u00e4ssigt wird, beachten. Nach der Bereitstellung von anonymisierten Daten durch das Amt f\u00fcr Statistik Berlin-Brandenburg wird seit dem letzten Beirat eine viel kritisierte, von der AG Politik des M\u00f6ckernkiez Vereins angesto\u00dfene Erhebung zum M\u00f6ckernkiez eingestellt.\u00a0 Die Schwerpunkte der vom Amt f\u00fcr Statistik Berlin-Brandenburg angezapften Datenquellen liegen in der Einwohnerregisterstatistik sowie der Arbeitslosen- und Kraftfahrzeugstatistik. Als \u00f6ffentliche Daten k\u00f6nnen sie von jeder und jedem kostenlos abgefragt werden, solange die Arbeit f\u00fcr die Zusammenstellung unterhalb von 30 Minuten liegt. Dar\u00fcber kostet die Abfrage eine Geb\u00fchr. Das Amt f\u00fcr Statistik Berlin-Brandenburg versteht sich als Informationsdienstleister und schreibt auf seiner Webseite: \u201eWir liefern Daten der amtlichen Statistik f\u00fcr die Region aus nahezu allen Lebensbereichen und damit Planungssicherheit f\u00fcr Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft.\u201c\u00a0 Neben den Informationen, wie viele Menschen in unterschiedlichen Altersstufen im M\u00f6ckernkiez wohnen, fiel der hohe Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund auf. Mit 227 Personen waren es bei insgesamt 915 Einwohner:innen im Jahr 2020 rund ein Viertel, n\u00e4mlich 24,8 Prozent. Das war auf den ersten Blick \u00fcberraschend. Doch gilt es die Definition des Statistischen Bundesamtes zu beachten, die bei Bev\u00f6lkerungsstatistiken Anwendung findet:\u00a0 \u00a0\u201eEine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie selbst oder mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangeh\u00f6rigkeit geboren wurde.\u201c Und dies kann auch im M\u00f6ckernkiez viele betreffen, wenn nur einmal an die jahrelange Migration innerhalb der Europ\u00e4ischen Union gedacht wird. Hinzu kommen Menschen mit au\u00dfereurop\u00e4ischen Hintergr\u00fcnden.\u00a0 In unserem erw\u00fcnschten autofreien M\u00f6ckernkiez waren im Jahr 2020 gesamt 145 Autos angemeldet, davon 135 Pkws. Vielleicht \u00e4ndert sich dies in Zukunft, wenn die Kfz-Besitzer ihre Karosse durch ein E-Bike vom neuen E-Bike-Laden ersetzen werden, der im Juli in G07 einziehen soll. Mit dem Yorckplatz, der neuen Rampe, rund um den Kiezplatz und dem Gleisdreieckpark wird eine abwechslungsreiche Probestrecke bereitgestellt. Macht nix, sind ja keine Autos!\u00a0 www.statistik-berlin-brandenburg.de\u00a0 Kaltes und Hei\u00dfes Eiscaf\u00e9 Eisdreieck in der M\u00f6ckernstra\u00dfe\u00a0 Wo fr\u00fcher das Wohlf\u00fchlstudio S\u00e4n Sabai seine Anwendungen anbot, er\u00f6ffnete p\u00fcnktlich zur ersten Hitzewelle am 12. Juni das Eiscaf\u00e9 Eisdreieck. Zwei Schwestern des Sp\u00e4ti-Inhabers Murat Isik, der mit seinem Sp\u00e4ti in der Yorckstra\u00dfe 22 eine Angebotsl\u00fccke im Kiez f\u00fcllte, freuen sich \u00fcber die Liebhaber italienischen Eises der Firma Barletta aus Kreuzberg. Das Eiscaf\u00e9 Eisdreieck bietet Eisk\u00f6stlichkeiten an wie Indische Mango, Pistazie, Amarena-Kirsch, Cookies, Salziges Karamell, Zitrone, Orange-Basilikum, Schokolade, Vanille und noch vieles mehr. Erg\u00e4nzt wird das Angebot von Erfrischungsgetr\u00e4nken, Espresso, Cappuccino und anderen Hei\u00dfgetr\u00e4nken. In der k\u00fchleren Jahreszeit werden Waffeln, Kuchen oder Croissants gereicht. Nach seiner Er\u00f6ffnung wurde das Eiscaf\u00e9 Eisdreieck schnell zum Treffpunkt von Familien aus dem M\u00f6ckernkiez und der n\u00e4heren Umgebung.\u00a0 Ge\u00f6ffnet ist es von vormittags bis in die Nacht hinein. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Rabia Budak ist mit Herzblut und Humor bei der Sache und erkl\u00e4rt gerne die einzelnen Vorz\u00fcge der Eissorten. Den genialen Einfall, am Gleisdreieck das Eiscaf\u00e9 Eisdreieck zu nennen, hatte der Bruder aus dem Sp\u00e4ti. Am M\u00f6ckernkiezfest am 28. August beteiligt sich das \u201eEisdreieck\u201c mit einem Eisstand auf der M\u00f6ckernkiezstra\u00dfe. Sp\u00e4testens dann d\u00fcrfte jeder wissen, dass f\u00fcr alle Leckerm\u00e4uler \u201eumme Ecke\u201c ein Eiscaf\u00e9 mit leckerem Eis auf sie wartet. Eiscaf\u00e9 Eisdreieck in der M\u00f6ckernstra\u00dfe 46.\u00a0\u00a0 Der M\u00f6ckernkiez \u2013 mit oder ohne Elektro-Tretroller?\u00a0 Freudig wurde bei der letzten Beiratssitzung die Nachricht unseres Vorstands Frank Nitzsche begr\u00fc\u00dft, dass der Vermieter LPG den sogenannten Pavillon am Yorckplatz ab 1. Juli an eine Firma f\u00fcr Elektro-Fahrr\u00e4der vermietet. E-Bikes \u2013 aber hallo, wenn das nicht zu uns passt! Ist doch auch eine sch\u00f6ne Erg\u00e4nzung zu den Elektro-Lades\u00e4ulen f\u00fcr E-Autos an der Vorfahrtstra\u00dfe. Fast im gleichen Atemzug erz\u00e4hlte der Vorstand weiter, dass nach seiner Anweisung der Hausmeister elektrische Tretroller wegsperrt, die im M\u00f6ckernkiez abgestellt werden. Im genossenschaftseigenen Tretrollerverlies sollen bereits einige auf Abholung durch die Betreiberfirmen warten. Kostenlos oder durch Zahlung eines L\u00f6segelds? Auf der einen Seite malt der M\u00f6ckernkiez \u201e\u00d6ko\u201c und \u201eSelbstverwaltet\u201c auf sein Aush\u00e4ngeschild und andererseits bestimmt der Vorstand, dass seine Bewohner:innen von ihrer Haust\u00fcr elektrisch nur wieder wegfahren k\u00f6nnen, wenn sie schneller als der Hausmeister sind. Wo h\u00f6rt sie auf bzw. wo beginnt im M\u00f6ckernkiez verkehrlich gesehen die sogenannte \u201eletzte Meile\u201c? An der Haust\u00fcr oder an einer unsichtbaren Stadtmauer, die uns vor dem \u201eb\u00f6sen\u201c Berlin sch\u00fctzen soll? Wie stehen wir im M\u00f6ckernkiez zur gesamten Palette der Elektromobili\u00e4t? Eine Haltung, wie der M\u00f6ckernkiez mit Elektromobilit\u00e4t \u00fcber Sharing-Angebote umgeht, m\u00fcsste meines Erachtens in einem demokratischen Prozess von den Bewohnern des M\u00f6ckernkiez entwickelt werden. Vorwegnahmen von oben herab \u2013 m\u00f6gen wir das wirklich? \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0AG Projektgruppe Gleis 1 \u00a0Saubere Schienen\u00a0 \u201eDie Gleise im Gleisdreieckpark d\u00fcrfen nicht weiter zu einer M\u00fcllkippe verkommen\u201c \u2013 so lautet das Credo der Projektgruppe Gleis 1, die zur Geschichte des Anhalter Bahnhofs forscht und sich zum Ziel gesetzt hat, im M\u00f6ckernkiez einen Gedenkort f\u00fcr die ab 1938 von dort nach Theresienstadt deportierten J\u00fcd:innen sowie die au\u00dfer Landes geschickten Kinder zu schaffen.\u00a0 Zwar k\u00e4mpfen professionelle Kr\u00e4fte jeden Tag gegen das M\u00fcllaufkommen im Park an, nicht aber zwischen den Gleisen. Also verabredeten sich die Mitglieder der Projektgruppe zum Anpacken und trugen binnen K\u00fcrze 450 Liter M\u00fcll zusammen. Voller Anerkennung f\u00fcr diese Aktion schlossen sich spontan Parkbesucher:innen zum Mitmachen an. Fazit der Projektgruppe: \u201e\u00dcber diese Gleise fuhren seinerzeit nicht nur Urlauber:innen Erholung suchend Richtung S\u00fcden. Von hier aus wurden auch viele Menschen in den Tod geschickt.\u00a0\u00a0 Mit unserer Sammelaktion verneigen wir uns symbolisch vor diesen Opfern und geben ihnen hoffentlich ein wenig von der W\u00fcrde zur\u00fcck, die damals mit F\u00fc\u00dfen getreten wurde.\u201c<br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-white-color has-text-color\" style=\"font-size:1px\">Die neue Aufsichtsratsvorsitzende im Gespr\u00e4ch \u201eDie Zukunftsfragen gemeinsam mit den Mitgliedern erarbeiten&#8220;\u00a0 Auf seiner konstituierenden Sitzung am 23. Juni w\u00e4hlte der Aufsichtsrat (AR) Silvana Tiedemann zur Vorsitzenden. Vier Fragen an die neue Vorsitzende. NL: Welche Priorit\u00e4ten habt Ihr Euch gesetzt? ST: Als erste die Bestellung des Vorstandes. Der alte AR hat aus dem Bewerber:innenkreis eine Auswahl getroffen, die wir jetzt zu Gespr\u00e4chen einladen. Dabei beziehen wir auch die Mitarbeiter:innen ein, immerhin wird es deren neue:r Chef:in. Zweite Priorit\u00e4t hat das Zukunftsforum. Hier starten wir am 24. August 2021 um 19:00 Uhr mit einer online stattfindenden Infoveranstaltung. Um weitere Schwerpunkte zu setzen, geben wir uns noch ein paar Monate Zeit.\u00a0 NL: Wie wollt Ihr Eure Arbeit gegen\u00fcber den Mitgliedern transparent halten? ST: Wir verschicken weiter regelm\u00e4\u00dfig Rundschreiben an alle Mitglieder und nehmen rotierend an den Beiratssitzungen teil \u2013 in den n\u00e4chsten drei Sitzungen jeweils zu zweit, damit sich Beirat und neue AR-Mitglieder kennenlernen k\u00f6nnen. Au\u00dferdem k\u00f6nnen wir uns vorstellen, auch f\u00fcr den AR ein schriftliches Verfahren wie bei den Vorstandsfragen einzuf\u00fchren.\u00a0 NL: Mit dem Zukunftsforum hat der Aufsichtsrat eine aktive Rolle in der Perspektiv-Debatte mit den Mitgliedern \u00fcbernommen. Warum diese neue Rolle? ST: Ich sehe hier keine neue Rolle, aber der Genossenschaft stellen sich nun mal heute diese Fragen.\u00a0 Beispielsweise: Wollen wir in den n\u00e4chsten Jahren einen Neubau wagen? Wollen wir prim\u00e4r das Leben im Kiez verbessern oder auch in die Stadt hinein wirken? Antworten zu suchen, sehen Vorstand und AR als Aufgabe, die jetzt gemeinsam mit den Mitgliedern bearbeitet werden muss.\u00a0 NL: Welche Themen sind f\u00fcr Dich pers\u00f6nlich besonders wichtig? ST: Zum einen die Weiterentwicklung der Selbstverwaltung, also das Zusammenspiel von Beirat, AR und Vorstand. Der Bannerkonflikt hat gezeigt, dass wir hier mehr Verl\u00e4sslichkeit brauchen. Zum zweiten die Weiterentwicklung des inklusiven Charakters des Kiezes, womit ich nicht nur die Barrierefreiheit, sondern auch den Abbau sozialer Zugangsbarrieren meine. Stichwort w\u00e4re hier etwa die Institutionalisierung eines Solidarfonds. Der neue Aufsichtsrat fotografiert auf der Kiezstra\u00dfe\u00a0 Der neue Aufsichtsrat (v.l.n.r.): Petja Pigorsch, Antonia Simon, Ulrike Arnold (stv. Vorsitzende), Silvana Tiedemann (Vorsitzende), Hille Richers, Reinhild Wagner, Sven Friedl Text: GP; Foto: AR\u00a0\u00a0 \u201eBarrierefreiheit geht nur mit hilfsbereiten Nachbarn\u201c\u00a0 Auf den ersten Blick sieht die Wohnung von Marianne Simon aus wie viele andere auch. Aber dann f\u00e4llt auf, dass die K\u00fccheneinrichtung komplett auf Sockeln steht, damit die Arbeitsfl\u00e4chen und die Schubladen ihrer K\u00f6rperh\u00f6he im Sitzen angepasst sind, denn nur so kann sich Marianne aus ihrem Rollstuhl heraus ein Essen zubereiten. Die Fl\u00e4che unter dem Herd ist wie bei einem Tisch frei, weil der Rollstuhl den Platz braucht. Aber da ist doch ein Oberschrank, an den sie im Sitzen gar nicht herankommt? L\u00e4chelnd zieht Marianne einen Transponder, eine Art kleine Fernbedienung heraus, dr\u00fcckt ein Kn\u00f6pfchen und mit einem leisen Surren wandert der Schrank nach unten, bis ihn die Obstschale auf der Arbeitsplatte stoppt. Barrierefrei wohnen \u2013 das wollte die Genossenschaft von Anfang an zumindest in einem Teil der Wohnungen verwirklichen. Ebenerdige Duschen, breitere T\u00fcren, gut aus einem Rollstuhl zu erreichende Steckdosen und Schalter \u2013 an viele Details musste schon in der Bauphase gedacht werden. Trotzdem waren noch viele Nachbesserungen n\u00f6tig, bis Marianne einziehen konnte. Die Toilette war zu dicht an der Wand, auch das Waschbecken musste noch ein St\u00fcck versetzt werden. Und erst nach und nach wurden in den H\u00e4usern, in denen Rollstuhlfahrende wohnen, leicht zu bedienende Automatikt\u00fcren eingebaut.\u00a0 Trotzdem gibt es noch Probleme und wirkliche Herausforderungen. Zum Beispiel das Gie\u00dfen der Pflanzen auf dem Balkon und in der Loggia. Es ist nur eine winzige, eigentlich kaum wahrnehmbare Schwelle, die der Rollstuhl \u00fcberwinden muss. Um die schwere volle Gie\u00dfkanne zu transportieren, hat sich Marianne ein Tablett auf ein Kissen montieren lassen. Aber es gelingt ihr nur selten, \u00fcber die kleinen Schwellen zu kommen, ohne dass die Gie\u00dfkanne herunterf\u00e4llt und alles unter Wasser setzt.\u00a0\u00a0 Mit einer bewundernswerten heiteren Gelassenheit schildert Marianne die kleinen Malaisen und die gro\u00dfen Probleme, mit denen sie Tag f\u00fcr Tag klarkommen muss.\u00a0 Endlich hat sie nach langer Suche ein Sofa gefunden, das hoch genug ist, um sich aus dem Rollstuhl heraus dort hinlegen zu k\u00f6nnen. Im Handel gibt es Sofas in dieser H\u00f6he nicht, also musste es eigens nach Ma\u00df angefertigt werden.\u00a0 Vieles kann Marianne allein in ihrer Wohnung bew\u00e4ltigen. Seit einem Fahrradunfall 1997 muss sie mit dieser Querschnittsl\u00e4hmung leben, sie hat aber nie ihren Optimismus und ihre Freude am Leben verloren. Aber oft braucht sie auch Hilfe und die bekommt sie auch von Nachbarn, Freunden, ihren Kindern und Enkeln. \u201eBarriefreiheit geht nur mit hilfsbereiten Nachbarn\u201c, sagt sie. Aber auch die denken nicht immer daran, die Fl\u00fcgelt\u00fcr ihres Rollstuhlwechselraums im Keller von Kartons und geparktem Mobiliar freizur\u00e4umen. \u00a0\u00a0Rund um das Haus gibt es noch so manches Hindernis. Die zu steile Rampe etwa vor der Haust\u00fcr von G 17, die zur Stra\u00dfe f\u00fchrt. Eine rollstuhlgeeignetere Rampe wurde vor dem Hotel gebaut, aber leider mit Kopfsteinpflaster belegt, in dem sich ein Rollstuhl schon mal gerne verhakt. Auch der direkte Zugang von G 17 zum Park ist ein Abenteuer, weil eine Kuhle zum Auffangen von Regenwasser den Weg f\u00fcr Rollst\u00fchle versperrt. Aber es findet sich immer ein Ausweg oder eine helfende Hand. Marianne f\u00fchlt sich im M\u00f6ckernkiez zu Hause und plant, sich noch st\u00e4rker in die Genossenschaft einzubringen. Kindern und Jugendlichen mehr Mitsprache- und Miwirkungsm\u00f6glichkeiten zu geben \u2013 das ist ihr mindestens genauso wichtig wie das Streben nach noch mehr Barrierefreiheit im Kiez.\u00a0\u00a0 Keine Kiezstatistik in Heimarbeit Das Amt f\u00fcr Statistik Berlin-Brandenburg liefert die Zahlen\u00a0 F\u00fcr eine kiezinterne Erhebung muss in Zukunft niemand mehr Nachbarn befragen und dabei den Datenschutz beachten. Nach der Bereitstellung von anonymisierten Daten durch das Amt f\u00fcr Statistik Berlin-Brandenburg wird seit dem letzten Beirat eine von der AG Politik angesto\u00dfene Erhebung zum M\u00f6ckernkiez nicht mehr weiterverfolgt.\u00a0 Die Schwerpunkte der vom Amt f\u00fcr Statistik Berlin-Brandenburg angezapften Datenquellen liegen in der Einwohnerregisterstatistik sowie der Arbeitslosen- und Kraftfahrzeugstatistik. Als \u00f6ffentliche Daten k\u00f6nnen sie von jeder und jedem kostenlos abgefragt werden, solange die Arbeit f\u00fcr die Zusammenstellung unterhalb von 30 Minuten liegt. Dar\u00fcber kostet die Abfrage eine Geb\u00fchr. Das Amt f\u00fcr Statistik Berlin-Brandenburg versteht sich als Informationsdienstleister und schreibt auf seiner Webseite: \u201eWir liefern Daten der amtlichen Statistik f\u00fcr die Region aus nahezu allen Lebensbereichen und damit Planungssicherheit f\u00fcr Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft.\u201c\u00a0 Neben den Informationen, wie viele Menschen in unterschiedlichen Altersstufen im M\u00f6ckernkiez wohnen, fiel der hohe Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund auf. Mit 227 Personen waren es bei insgesamt 915 Einwohner:innen im Jahr 2020 rund ein Viertel, n\u00e4mlich 24,8 Prozent. Das war auf den ersten Blick \u00fcberraschend. Doch gilt es die Definition des Statistischen Bundesamtes zu beachten, die bei Bev\u00f6lkerungsstatistiken Anwendung findet: \u00a0 \u00a0\u00a0\u201eEine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie selbst oder mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangeh\u00f6rigkeit geboren wurde.\u201c Und dies kann auch im M\u00f6ckernkiez viele betreffen, wenn nur einmal an die jahrelange Migration innerhalb der Europ\u00e4ischen Union gedacht wird. Hinzu kommen Menschen mit au\u00dfereurop\u00e4ischen Hintergr\u00fcnden.\u00a0 In unserem erw\u00fcnschten autofreien M\u00f6ckernkiez waren im Jahr 2020 gesamt 145 Autos angemeldet, davon 135 Pkws. Vielleicht \u00e4ndert sich dies in Zukunft, wenn die Kfz-Besitzer ihre Karosse durch ein E-Bike vom neuen E-Bike-Laden ersetzen werden, der im Juli in G07 einziehen soll. Mit dem Yorckplatz, der neuen Rampe, rund um den Kiezplatz und dem Gleisdreieckpark wird eine abwechslungsreiche Probestrecke bereitgestellt. Macht nix, sind ja keine Autos!\u00a0 www.statistik-berlin-brandenburg.de\u00a0 Kaltes und Hei\u00dfes Eiscaf\u00e9 Eisdreieck in der M\u00f6ckernstra\u00dfe\u00a0 Wo fr\u00fcher das Wohlf\u00fchlstudio S\u00e4n Sabai seine Anwendungen anbot, er\u00f6ffnete p\u00fcnktlich zur ersten Hitzewelle am 12. Juni das Eiscaf\u00e9 Eisdreieck. Zwei Schwestern des Sp\u00e4ti-Inhabers Murat Isik, der mit seinem Sp\u00e4ti in der Yorckstra\u00dfe 22 eine Angebotsl\u00fccke im Kiez f\u00fcllte, freuen sich \u00fcber die Liebhaber italienischen Eises der Firma Barletta aus Kreuzberg. Das Eiscaf\u00e9 Eisdreieck bietet Eisk\u00f6stlichkeiten an wie Indische Mango, Pistazie, Amarena-Kirsch, Cookies, Salziges Karamell, Zitrone, Orange-Basilikum, Schokolade, Vanille und noch vieles mehr. Erg\u00e4nzt wird das Angebot von Erfrischungsgetr\u00e4nken, Espresso, Cappuccino und anderen Hei\u00dfgetr\u00e4nken. In der k\u00fchleren Jahreszeit werden Waffeln, Kuchen oder Croissants gereicht. Nach seiner Er\u00f6ffnung wurde das Eiscaf\u00e9 Eisdreieck schnell zum Treffpunkt von Familien aus dem M\u00f6ckernkiez und der n\u00e4heren Umgebung.\u00a0 Ge\u00f6ffnet ist es von vormittags bis in die Nacht hinein. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Rabia Budak ist mit Herzblut und Humor bei der Sache und erkl\u00e4rt gerne die einzelnen Vorz\u00fcge der Eissorten. Den genialen Einfall, am Gleisdreieck das Eiscaf\u00e9 Eisdreieck zu nennen, hatte der Bruder aus dem Sp\u00e4ti. Am M\u00f6ckernkiezfest am 28. August beteiligt sich das \u201eEisdreieck\u201c mit einem Eisstand auf der M\u00f6ckernkiezstra\u00dfe. Sp\u00e4testens dann d\u00fcrfte jeder wissen, dass f\u00fcr alle Leckerm\u00e4uler \u201eumme Ecke\u201c ein Eiscaf\u00e9 mit leckerem Eis auf sie wartet. Eiscaf\u00e9 Eisdreieck in der M\u00f6ckernstra\u00dfe 46.\u00a0\u00a0 Der M\u00f6ckernkiez \u2013 mit oder ohne Elektro-Tretroller?\u00a0 Freudig wurde bei der letzten Beiratssitzung die Nachricht unseres Vorstands Frank Nitzsche begr\u00fc\u00dft, dass der Vermieter LPG den sogenannten Pavillon am Yorckplatz ab 1. Juli an eine Firma f\u00fcr Elektro-Fahrr\u00e4der vermietet. E-Bikes \u2013 aber hallo, wenn das nicht zu uns passt! Ist doch auch eine sch\u00f6ne Erg\u00e4nzung zu den Elektro-Lades\u00e4ulen f\u00fcr E-Autos an der Vorfahrtstra\u00dfe. Fast im gleichen Atemzug erz\u00e4hlte der Vorstand weiter, dass nach seiner Anweisung der Hausmeister elektrische Tretroller wegsperrt, die im M\u00f6ckernkiez abgestellt werden. Im genossenschaftseigenen Tretrollerverlies sollen bereits einige auf Abholung durch die Betreiberfirmen warten. Kostenlos oder durch Zahlung eines L\u00f6segelds? Auf der einen Seite malt der M\u00f6ckernkiez \u201e\u00d6ko\u201c und \u201eSelbstverwaltet\u201c auf sein Aush\u00e4ngeschild und andererseits bestimmt der Vorstand, dass seine Bewohner:innen von ihrer Haust\u00fcr elektrisch nur wieder wegfahren k\u00f6nnen, wenn sie schneller als der Hausmeister sind. Wo h\u00f6rt sie auf bzw. wo beginnt im M\u00f6ckernkiez verkehrlich gesehen die sogenannte \u201eletzte Meile\u201c? An der Haust\u00fcr oder an einer unsichtbaren Stadtmauer, die uns vor dem \u201eb\u00f6sen\u201c Berlin sch\u00fctzen soll? Wie stehen wir im M\u00f6ckernkiez zur gesamten Palette der Elektromobili\u00e4t? Eine Haltung, wie der M\u00f6ckernkiez mit Elektromobilit\u00e4t \u00fcber Sharing-Angebote umgeht, m\u00fcsste meines Erachtens in einem demokratischen Prozess von den Bewohnern des M\u00f6ckernkiez entwickelt werden. Vorwegnahmen von oben herab \u2013 m\u00f6gen wir das wirklich? \u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0AG Projektgruppe Gleis 1 \u00a0Saubere Schienen\u00a0 \u201eDie Gleise im Gleisdreieckpark d\u00fcrfen nicht weiter zu einer M\u00fcllkippe verkommen\u201c \u2013 so lautet das Credo der Projektgruppe Gleis 1, die zur Geschichte des Anhalter Bahnhofs forscht und sich zum Ziel gesetzt hat, im M\u00f6ckernkiez einen Gedenkort f\u00fcr die ab 1938 von dort nach Theresienstadt deportierten J\u00fcd:innen sowie die au\u00dfer Landes geschickten Kinder zu schaffen.\u00a0 Zwar k\u00e4mpfen professionelle Kr\u00e4fte jeden Tag gegen das M\u00fcllaufkommen im Park an, nicht aber zwischen den Gleisen. Also verabredeten sich die Mitglieder der Projektgruppe zum Anpacken und trugen binnen K\u00fcrze 450 Liter M\u00fcll zusammen. Voller Anerkennung f\u00fcr diese Aktion schlossen sich spontan Parkbesucher:innen zum Mitmachen an. Fazit der Projektgruppe: \u201e\u00dcber diese Gleise fuhren seinerzeit nicht nur Urlauber:innen Erholung suchend Richtung S\u00fcden. Von hier aus wurden auch viele Menschen in den Tod geschickt. \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0Mit unserer Sammelaktion verneigen wir uns symbolisch vor diesen Opfern und geben ihnen hoffentlich ein wenig von der W\u00fcrde zur\u00fcck, die damals mit F\u00fc\u00dfen getreten wurde.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frisch rausgeschickt &#8211; am 30. 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