{"id":15370,"date":"2022-06-21T09:13:00","date_gmt":"2022-06-21T07:13:00","guid":{"rendered":"https:\/\/moeckernkiez.org\/?p=15370"},"modified":"2022-06-30T09:34:39","modified_gmt":"2022-06-30T07:34:39","slug":"vereins-newsletter-nr-46-juli-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/moeckernkiez.org\/?p=15370","title":{"rendered":"Vereins-Newsletter Nr. 46 &#8211; Juli 2022"},"content":{"rendered":"\n<p>Frisch rausgeschickt &#8211; am 30. Juni 2022 ist der Vereinsnewsletter erschienen &#8230; <a href=\"https:\/\/moeckernkiez-ev.de\/newsletter\/archive\/2022-07-newsletter1.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">hier der Link zur Online-Version oder eingebettete Preview lesen:<\/a><\/p>\n\n\n\n<iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/moeckernkiez-ev.de\/newsletter\/archive\/2022-07-newsletter1.html\" width=\"100%\" height=\"2000px\"><\/iframe>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-small-font-size\">\u00af\\_(\u30c4)_\/\u00af<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-white-color has-text-color\" style=\"font-size:1px\">Freitags-Suppe im M\u00f6ca Wer r\u00fchrt mit im Topf? Ein Konzept zur Erweiterung des Mittagstischangebots entstand bereits im Oktober 2021, als noch unter Corona-Bedingungen erstmals \u00fcber die Wiederer\u00f6ffnung des M\u00f6Ca nachgedacht wurde. Renate Anders, Barbara Gemassmer, Ulrike Maisant und Dieter Huwald setzten sich zusammen und dachten \u00fcber Details nach. Der Mittagstisch-Mittwoch im M\u00f6ckernkiez-Caf\u00e9 hat sich seit seiner Gr\u00fcndung zu einem mehr und mehr nachgefragten Angebot f\u00fcr warmes Essen entwickelt und ist sehr beliebt. So lag es nahe, dass auch ein zweites Essensangebot gut angenommen werden w\u00fcrde. Der Aufwand beim Suppekochen ist auch nicht so gro\u00df wie am Mittwoch. Im April 2022 wurde die Idee erstmals in die Tat umgesetzt. Das Team besteht derzeit aus 13 Personen, weitere Interessierte sind willkommen. Zum Kochtermin freitags setzt eine Person den Koch-Hut auf und kauft auch die notwendigen Lebensmittel dazu ein. Die Rezepte kommen von den Teilnehmer:innen, die Freude am Kochen haben und Spa\u00df an Kreativit\u00e4t. Ein elektronisches Planungstool reguliert Teilnahme und Nachrichten. Der Suppenfreitag wird inzwischen gut angenommen. Kunst im Bau 99 Farbfelder Das Treppenhaus in G04 wird von vielen mit einer Galerie oder einem Museum assoziiert. Der alte Vorstand hatte aber aus Brandschutzgr\u00fcnden das Aufh\u00e4ngen von Bildern anf\u00e4nglich untersagt. Erlaubt war nur, die W\u00e4nde direkt zu bemalen. Inzwischen ist das Verbot aufgehoben und Bilder d\u00fcrfen hinter Glas und in Metallrahmen im Treppenhaus h\u00e4ngen. Aber der Hinweis auf direkten Farbanstrich war der Ansto\u00df f\u00fcr Martin Scheus Idee: Orientiert an Gerhard Richters Werk \u201e192 Farben\u201c aus den 60er Jahren schuf er jetzt im gro\u00dfen Eingangsbereich an der Yorckstra\u00dfe ein Wandbild. Nur einfach so 99 Farbrechtecke \u00e0 la Richter? Nicht ganz. Martin hat Kunst studiert und als K\u00fcnstler gearbeitet, sp\u00e4ter nach Ausbildung zum Sonderp\u00e4dagogen war er Lehrer. Sein Bild ist kein individuelles Kunstwerk. Er klingelte an jeder Wohnungst\u00fcr und alle, auch Untermieter:innen und Kinder, konnten von 126 unterschiedlichen Farbt\u00f6nen einen ausw\u00e4hlen. Jede Farbe hatte eine Nummer, die wurde den W\u00fcnschen entsprechend auf Zetteln vermerkt und in einer Box gesammelt. Nachdem Martin mit Abdeckb\u00e4ndern ein Gitter an der Wand vorbereitet hatte, durfte die HG-Sprecherin die Nummernzettel ziehen und der Reihe nach wurden die Farben aufgetragen \u2013 also ein Zufallsprinzip. Martins Ziel war ein Gesamtbild der Hausgemeinschaft, in dem nicht klar ist, wer wo farblich verewigt ist. Haben denn tats\u00e4chlich einige auch schwarz oder braun gew\u00e4hlt? Martin: &#8222;Es ging ja nicht um Lieblingsfarben. Vielleicht wollten sich einige ein bisschen von anderen unterscheiden.&#8220; In den 48 Wohnungen konnte Martin 96 Menschen nach ihrem Farbwunsch fragen. Um die 99 Farbfelder zu f\u00fcllen, wurden noch drei Gewerbetreibende aus dem Haus einbezogen. Wilde Tiere im Kiez Nebelkr\u00e4hen auf Beutezug &#8222;Es ist ein Brauch von Alters her: wer Sorgen hat, hat auch Lik\u00f6r.&#8220; Wilhelm Busch ( aus der frommen Helene ) Naja, ganz so gro\u00df sind unsere Sorgen noch nicht, die uns die Rabenkr\u00e4he mehrmals t\u00e4glich mit der Zweckentfremdung unserer sch\u00f6nen Vogeltr\u00e4nke bereitet. Erst schien es, als w\u00fcrde sie wie andere V\u00f6gel (haupts\u00e4chlich unsere Spatzenschar) einfach nur trinken, was bei Kr\u00e4hen \u00fcbrigens selbst schon etwas kompliziert aussieht. Aber nein, dazu braucht sie ja nicht st\u00e4ndig wiederzukommen. genauerem Hinsehen und nach Untersuchung des Wassers entdeckten wir, dass sie diverse appetitliche und unappetitliche Sachen im Wasser einweicht und dann nach einer gewissen Zeit auch wieder auffrisst. Unerh\u00f6rte Trink- und Badewasserverschmutzung, vor allem f\u00fcr die Spatzen! Kleiner Tipp: Vogeltr\u00e4nken sind laut Nabu vor allem angesichts des Klimawandels mit l\u00e4ngeren Trockenzeiten recht sinnvoll. Bitte t\u00e4glich das Wasser erneuern! Die Kr\u00e4hen in unserem Park und im Kiez sind \u00fcbrigens Nebelkr\u00e4hen, die nur \u00f6stlich der Elbe vorkommen. Noch im 19. Jahrhundert wurden Raben oder Kr\u00e4hen gar nicht so selten gez\u00e4hmt und waren der Stolz vieler Knaben. Auch Hermann Hesse berichtet in einer kleinen Geschichte von einem sehr kommunikativen Raben, der allerlei Schabernack trieb und es zum Beispiel liebte, Schn\u00fcrsenkel aufzupicken. Oft lockte er eine gr\u00f6\u00dfere Menschenmenge an. Auch ich wurde einmal in der Hasenheide mehrmals von einem zahmen Raben angeflogen, der sich auf meine Schulter setzte. Vielleicht sah ich aus wie der ehemalige Besitzer. Zur\u00fcck zu Wilhelm Busch: leider wurde das \u00fcberm\u00e4\u00dfige Trinken von Lik\u00f6r (\u201eund er trank auch noch den Rest, weil er ungern etwas \u00fcbrig l\u00e4sst\u201c) dem armen Hans Huckebein zum Verh\u00e4ngnis, nachdem er einiges Chaos in der Wohnung erzeugt hatte. Raben sind hochintelligent, \u00fcbersehen aber oft nicht die Folgen ihres Tuns. Das soll bisweilen aber auch bei Menschen vorkommen. Protestaktion an der Ecke Yorck-\/Gro\u00dfbeerenstra\u00dfe Zwei Stunden ohne Autos Weniger Durchgangsverkehr und Parkpl\u00e4tze, daf\u00fcr mehr Luft zum Atmen, mehr Platz zum Spielen f\u00fcr Kinder, mehr Sicherheit f\u00fcr alle, die zu Fu\u00df oder mit dem Rad unterwegs sind &#8211; so k\u00f6nnte ein Kiezblock vor unserer Haus\u00fcr aussehen. Am 14. Mai war Gelegenheit, sich davon zu \u00fcberzeugen, ob die Ideen von \u201eChanging Cities\u201c und anderen Initiativen f\u00fcr Verkehrsberuhigung funktionieren. Ab 12 Uhr mittags war die Kreuzung Yorck-\/Gro\u00dfbeerenstra\u00dfe f\u00fcr den Autoverkehr komplett gesperrt.Die Kinder jedenfalls haben sofort die Chance genutzt, den Asphalt mit Kreide und Buntstiften zu bemalen. Die Erwachsenen konnten sich auf dem Mittelstreifen der Kreuzung ungest\u00f6rt unterhalten &#8211; fast ungest\u00f6rt, denn ein \u00e4u\u00dferst emp\u00f6rter Autofahrer p\u00f6belte so lange lautstark herum, bis sich die Polizei um ihn k\u00fcmmerte.Die Bundestagsabgeordnete der Gr\u00fcnen Canan Bayram (Foto oben) und die Bezirksb\u00fcrgermeisterin Clara Herrmann lie\u00dfen sich nicht provozieren und zeigten sich mit der Aktion solidarisch, auch wenn es mit der politischen Umsetzung nicht so schnell gehen wird wie sich viele das w\u00fcnschen. Nach zwei Stunden war die Kreuzung wieder f\u00fcr die Autos frei und schon bald war von den Zeichnungen der Kinder nichts mehr zu sehen. Aber es wird noch \u00f6fter Aktionen geben wie diese und schon bald vielleicht tats\u00e4chlich einen Kiezblock ohne L\u00e4rm und Schadstoffe. Foto-Wettbewerb \u201eUnser Kreuzberger Kiez 61\u201c Im Rahmen der diesj\u00e4hrigen Kiezwoche vom 26.8. &#8211; 3.9.2022 wird ein Foto-Wettbewerb veranstaltet. Angesprochen sind zwei Gruppen: Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene ab 18 Jahre, die in der Zeit vom 1.5. &#8211; 15.7.2022 bis zu f\u00fcnf Fotos einreichen k\u00f6nnen. Die Jury besteht aus professionellen Fotograf:innen im Bereich Fotojournalismus und Kunstfotografie, die die besten 6 Fotos (3 f\u00fcr Kinder\/Jugendliche und 3 f\u00fcr Erwachsene) k\u00fcrt. Auf die Gewinner warten attraktive Preise. Die Fotos werden bei der Abschlussveranstaltung der Kiezwoche am 3. September pr\u00e4sentiert. Weitere Informationen: www.kiez-am-kreuzberg.de<br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-white-color has-text-color\" style=\"font-size:1px\">Hilfe f\u00fcr Gefl\u00fcchtete Selektive Humanit\u00e4t Meine WG im M\u00f6ckernkiez ist Teil der Solidarit\u00e4tsbewegung, die Menschen unterst\u00fctzt, die aus der Ukraine geflohen sind. Die Solidarit\u00e4t in unserer Genossenschaft ist beeindruckend. Auch wir teilen unsere Wohnung mit einer Familie. Meine alten Mitbewohner:innen sind selbst gefl\u00fcchtet oder unterst\u00fctzen gefl\u00fcchtete Menschen schon lange. Bei der Freude \u00fcber die Unterst\u00fctzung f\u00fcr Menschen aus der Ukraine f\u00e4llt die Ungleichbehandlung von anderen Menschen, die vor Krieg und Verfolgung geflohen sind, sofort ins Auge. Keine Kriminalisierung der Einreise, \u00dcbersetzungen, Deutschkurse, Arbeitserlaubnisse, Hochschulzugang, schnelle Aufenthaltserlaubnis und vieles andere. Daf\u00fcr k\u00e4mpfen gefl\u00fcchtete Menschen seit den 80er-Jahren immer wieder. Jetzt ist es m\u00f6glich. Aber nicht f\u00fcr alle. Die neuen Regeln gelten nicht f\u00fcr die Menschen, die seit langem daf\u00fcr k\u00e4mpfen und aus Afghanistan, Syrien, Irak, Somalia und anderen L\u00e4ndern au\u00dferhalb Europas geflohen sind. Die neuen Regeln und die positive Darstellung von Ukrainer:innen sind nicht ann\u00e4hernd vergleichbar mit dem Umgang mit Menschen z. B. aus Afghanistan. Der \u00f6sterreichisch-afghanische Journalist Emran Feroz beschreibt in der taz die grausame Ungleichbehandlung als letzten Beweis f\u00fcr viele Gefl\u00fcchtete, dass ihr Leben in Europa nichts wert ist. Der in Kiew geborene Autor Dmitrji Kapitelman spricht von Selektiver Humanit\u00e4t, wenn an der Grenze zwischen Polen und Belarus Gefl\u00fcchtete sterben und mit dem Segen der gesamten EU milit\u00e4risch zur\u00fcckgedr\u00e4ngt werden und ein St\u00fcck weiter mittlerweile zeitgleich Ukraineri:nnen auch staatlich offen aufgenommen werden. Ganz zu schweigen von den seit Jahren \u00f6ffentlich bekannten illegalen Pushbacks durch die EU-Grenzschutzagentur Frontex im Mittelmeer. Wir m\u00fcssen diese Ungerechtigkeit aufzeigen, um die neuen Regeln f\u00fcr alle Menschen m\u00f6glich zu machen. Wir sollten nicht vergessen, Ukrainer:innen wurden bis Februar 2022 sehr stark durch antislawischen Rassismus stigmatisiert, der nun Russ:innen umso st\u00e4rker trifft. Wenn wir das und die Selektive Humanit\u00e4t nicht \u00fcberdenken, dann wird die Stimmung in Deutschland \u2013 \u00e4hnlich wie nach dem \u201eSommer der Migration\u201c und der kurzen \u201eWillkommenskultur\u201c im Jahr 2015 (der keine erleichterten staatlichen Aufnahmeregeln folgten, im Gegenteil) \u2013 schnell kippen, auch f\u00fcr Menschen aus der Ukraine. M\u00f6ckernkiez e.V. Neuer Vorstand im Regen gew\u00e4hlt Am 20. Juni konnte endlich wieder eine Mitgliederversammlung des Vereins in Pr\u00e4senz stattfinden, voller Hoffnung auf gutes Wetter auf dem Kiezplatz. Die formalen Tagesordnungspunkte wie Rechenschaftsbericht, Kassenbericht etc. wurden abgearbeitet, der Vorstand entlastet. Dann zog eine dicke Regenhusche \u00fcber den Platz, aber die Mehrheit der anwesenden Mitglieder lie\u00df sich davon nicht verdr\u00e4ngen. Drei ausscheidende, langj\u00e4hrige Vorst\u00e4nde wurden herzlich mit Blumen und Worten des Dankes verabschiedet und ein neuer Vorstand mit gro\u00dfer Mehrheit gew\u00e4hlt. Spa\u00df und Pflicht Die buchhalterische Seite des M\u00f6ca Wir Bewohner:innen der M\u00f6ckernkiez-Genossenschaft betreiben ehrenamtlich seit 2018 ein wundersch\u00f6nes Caf\u00e9. Doch damit ist es nicht getan, auch die buchhalterische Seite muss bew\u00e4ltigt werden. Hier hatten wir gro\u00dfes Gl\u00fcck, denn Irene Gro\u00dfmann brachte alle notwendigen buchhalterischen Kenntnisse mit, die f\u00fcr den Betrieb des Caf\u00e9s notwendig sind. Sie besuchte eine Wirtschaftsschule und spezialisierte sich danach auf kaufm\u00e4nnisch-steuerrechtliche Belange. W\u00e4hrend der Planungs- und Entstehungsphase der M\u00f6ckernkiez-Genossenschaft im Jahre 2010 bis zum Baustopp und danach war sie im Treffpunkt M\u00f6ckernkiez, Yorckstr. 63, mit vielen anderen Engagierten t\u00e4tig und beriet dort Einzugsinteressierte. Als wirklich Allererste zog sie bereits im Dezember 2017 in ihre Erdgeschosswohnung im Haus G11. Das Gemeinschaftscaf\u00e9, sp\u00e4ter &#8222;M\u00f6ca&#8220; getauft, wurde im Oktober 2018 gegr\u00fcndet. Irene, zuvor auch schon an den Planungssitzungen zur Gestaltung der Gemeinschaftsr\u00e4ume beteiligt, \u00fcbernahm die buchhalterischen Aufgaben des laufenden Betriebs rund um die Finanzen und erledigte diese aufwendige und kleinteilige Arbeit mit gro\u00dfem Einsatz. Es war nicht immer einfach, die teils qualitativ schlechten und schwer lesbaren Belege in eine klare Struktur zu bringen. Beim Ehrenamtsfest im Mai dankte ihr der Vereinsvorstand mit einem Blumenstrau\u00df. Zum 31. Mai gab Irene dieses Ehrenamt aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden auf. Wir alle sind ihr sehr dankbar f\u00fcr ihr langj\u00e4hriges Engagement. Eine Rikscha zum M\u00f6ckernkiez Komplett klimaneutrale Kiezrundfahrten \u201eOstfriesen lernen zuerst Fahrrad fahren, dann das Gehen\u201c sagt unser Nachbar Heinrich. Seine Zuneigung zu den zwei R\u00e4dern ist ihm geblieben, als Fortbewegungsmittel \u2013 und seit einiger Zeit auch als Ehrenamt. Nach seiner Pensionierung vor vier Jahren fuhr er zuerst Tourist:innen per Bike-Taxi durch die Stadt. Da konnte er gut seine Orts- und Fremdsprachenkenntnisse anbringen. Und er begann zudem, f\u00fcr den Verein \u201eRadeln ohne Alter\u201c (www.radelnohnealter.de\/berlin\/) Bewohner:innen einer Senioreneinrichtung in der Hauptstra\u00dfe durch die Stadt zu fahren. Dabei ist Heinrich geblieben. Eine Koordinatorin erstellt einen Wochenplan f\u00fcr gew\u00fcnschte Touren, die zu jeder Jahreszeit und bei (fast) jedem Wetter stattfinden. Eine Fahrt kann bis zu zwei Stunden dauern, ganz nach dem Wunsch der G\u00e4ste, die gehbeeintr\u00e4chtigt, schwach auf den Beinen sind oder in anderer Weise unter Beeintr\u00e4chtigungen leiden. Die Fahrt ist kostenfrei, gern werden Spenden f\u00fcr den Verein entgegengenommen. Die zwei Besucher:innen k\u00fcrzlich im M\u00f6ca: \u201eWas f\u00fcr eine wunderbare Unterbrechung und Abwechslung unseres Alltags.\u201c Heinrich: \u201eEs w\u00e4re prima, Piloten und Pilotinnen hier im M\u00f6ckernkiez gewinnen zu k\u00f6nnen.\u201c Sommerzeit &#8211; Schmetterlingszeit Schwerelos zwischen Erde und Himmel Fl\u00fcgelt ein kleiner blauer Falter &#8211; vom Wind geweht, Ein perlmutterner Schauer, glitzert, flimmert, vergeht So mit Augenblicksblinken, so im Vor\u00fcberwehn Sah ich das Gl\u00fcck mir winken, glitzern, flimmern, vergehn. (Hermann Hesse) Tja, das kleine Gl\u00fcck des Augenblicks, was gibt es Sch\u00f6neres? Die ersten Schmetterlinge \u00fcberraschen uns hier im Kiez und Gleisdreieck-Park von Mitte bis Ende Februar. Es sind Zitronenfalter und Tagpfauenaugen, etwas seltener auch der kleine Fuchs. Die Cornell-Kirsche sowie der Winterjasmin werden als fr\u00fch bl\u00fchende Nahrungsquellen gerne angenommen. Diese Falter haben \u00fcberwintert und ihr kurzes Leben dient nur noch der Fortpflanzung. Die Schmetterlinge hie\u00dfen \u00fcbrigens fr\u00fcher Sommerv\u00f6gel und bezaubern die Menschheit schon sehr lange. Ihre Pracht und die Mannigfaltigkeit ihrer Farben und Muster, fragil und verg\u00e4nglich wie Blumen, sehen wir immer nur kurz im schwerelosen Auf und Ab zwischen Erde und Himmel. In der Abendd\u00e4mmerung, manchmal auch schon tags\u00fcber, sieht man kleine Kolibris vor den Blumen stehen. Es sind Taubenschw\u00e4nzchen, die \u00fcbrigens auch zu den Wanderfaltern geh\u00f6ren und die mal kurz bis zu 3000 km fliegen k\u00f6nnen (mit Hilfe von H\u00f6henwinden). Das gleiche gilt f\u00fcr den bezaubernden Distelfalter und den im Sp\u00e4tsommer erscheinenden schwarzroten Admiral. Unsere Vorg\u00e4rten bieten den meisten Faltern nur zum Teil ein ausreichendes Nahrungsangebot, am besten sind die eher \u201eungepflegten\u201c Vorg\u00e4rten mit wilden Ecken und Wildkr\u00e4utern (fr\u00fcher diskriminierend Unkraut genannt). Gerade sie enthalten oft die n\u00f6tigen Nahrungs- und Futterpflanzen (f\u00fcr die Raupen). Zu empfehlen sind Kleearten, Gr\u00e4ser, Schafgarbenarten, Disteln, wilde M\u00f6hre, Sommerflieder u.a. Neue Angebote laufen gut an Sonntags brunchen, abends Durst l\u00f6schen Schon zum zweiten Mal hat das Mitbring-Brunch auf dem Kiezplatz stattgefunden. Jeweils am ersten Sonntag im Monat von 11 bis 14 Uhr bietet das M\u00f6ca diesen Service an: Kaffee und andere Getr\u00e4nke \u2013 auf Spendenbasis \u2013 und die Logistik: Geschirr und Gl\u00e4ser und damit auch den Abwasch! Die Teilnehmenden bringen Leckereien mit, die dann geteilt werden k\u00f6nnen. Absprachen sind nicht n\u00f6tig, jede:r bringt eine Lieblingsspeise mit \u2013 das hat bisher gut geklappt. Man kann dabei viele neue Leckereien kennenlernen und probieren. Die Idee: einen angenehmen Sonntagvormittag in Gesellschaft zu verbringen und neue M\u00f6ckernkiezler:innen kennen zu lernen. Auch dies hat bisher gut funktioniert, Bewohner:innen aus verschiedenen Hausgruppen kamen zusammen. Ein Feierabendtrunk ist im M\u00f6ca jetzt auch m\u00f6glich. Am Freitag, Samstag und Sonntag ist ge\u00f6ffnet, in der Regel von 18 bis 20 Uhr. Es gibt dann keinen Kaffee mehr sondern Knabber-Zeug und Softdrinks. Andere Getr\u00e4nke m\u00fcssen mitgebracht werden, bzw. werden von Einzelpersonen organisiert und f\u00fcr einen kleinen Preis zur Verf\u00fcgung gestellt. (Hintergrund: das M\u00f6ca hat keine Ausschank-Lizenz). Dadurch sollen auch berufst\u00e4tige Nachbar:innen die Gelegenheit erhalten, das M\u00f6ca und den Treffpunkt nach Feierabend zu nutzen, andere kennen zu lernen und zu plaudern. Wir w\u00fcnschen uns, dass in Zukunft viele Menschen diese Angebote nutzen, um unseren Kiez noch lebendiger sowie lebens- und liebenswerter zu machen. AG Gr\u00fcner Daumen Tipps zur Wiesenpflege Um Wiesen bl\u00fch- und insektenfreundlich zu gestalten sind ein paar Pflegema\u00dfnahmen angebracht: Ich schaffe Platz f\u00fcr gesammelte Samen (Margeriten, Wildnelken, Wiesensalbei, Klatschmohn usw.) und entferne dabei invasive Arten wie Gras, Schafgarbe, Klee. Dann m\u00e4he ich je nach Wetterlage im Juli die verbl\u00fchten Pflanzen, lasse aber Inseln stehen f\u00fcr diverse V\u00f6gel wie Distelfinken, Meisen und Spatzen. Das M\u00e4hgut bleibt ein paar Tage liegen, damit die Samen ausfallen k\u00f6nnen, und wird dann eingesammelt und an anderer Stelle zum Kompostieren oder Mulchen verwendet. Im Oktober schneide ich die Wiese komplett herunter, damit die Fr\u00fchbl\u00fcher im folgenden Jahr eine Chance haben. Das M\u00e4hgut wird dann entfernt. Eure Sinne werden dieses St\u00fcck Natur genie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frisch rausgeschickt &#8211; am 30. 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