{"id":9770,"date":"2021-05-06T09:01:06","date_gmt":"2021-05-06T07:01:06","guid":{"rendered":"https:\/\/moeckernkiez.org\/?page_id=9770"},"modified":"2021-05-06T09:01:06","modified_gmt":"2021-05-06T07:01:06","slug":"moeckernkiez-newsletter-nr-31-april-2021-auszug","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/moeckernkiez.org\/?page_id=9770","title":{"rendered":"M\u00f6ckernkiez Newsletter &#8211; Nr. 31 &#8211; April 2021 (Auszug)"},"content":{"rendered":"\n<p>Fragen an den Beiratsvorsitz<br>Wie geht es weiter nach dem Bannerkonflikt?<\/p>\n\n\n\n<p>Am 4. M\u00e4rz hat der Vorstand 24 Bewohner:innen in der Yorckstr. 26 wegen des Aufh\u00e4ngens von Bannern zum Volksbegehren &#8222;Deutsche Wohnen &amp; Co Enteignen&#8220; eine Abmahnung mit Androhung fristloser K\u00fcndigung ausgesprochen. Am 8. M\u00e4rz nahmen die Bewohner:innen die Banner unter Protest ab, die Abmahnung wurde danach zur\u00fcckgenommen. Dieser Vorfall hat viele Fragen zum Selbstverst\u00e4ndnis der Genossenschaft aufgeworfen. Eine erste Kl\u00e4rung versprach man sich von der Sitzung des Beirates am 10. M\u00e4rz. Fragen dazu an den Beiratsvorsitz.<\/p>\n\n\n\n<p>Was waren die Ziele, was die Ergebnisse der Beiratssitzung am 10. M\u00e4rz?<br>Beiratsvorsitz: Unser Ziel war, allen Positionen in einer nicht aufgeheizten Atmosph\u00e4re Raum zu geben und erste Perspektiven zu entwickeln, wie wir in dieser Angelegenheit vorankommen. Das wurde wohl erreicht. Alle sind zu Wort gekommen, die ganze Vielfalt der Positionen ist deutlich geworden, und parallel konnten im Chat auch die mitdiskutieren, die kein Rederecht haben.<br>Beiratsvorsitz: Wir hatten eine bisher nie gekannte Resonanz. Rund 90 Leute haben mitdiskutiert &#8211; viele im Chat als G\u00e4ste mit durchaus wichtigen Beitr\u00e4gen. F\u00fcr mich war das eine Sternstunde des Beirates.<br>NL: Habt Ihr aus der Diskussion auch neue Erkenntnisse gewonnen?<br>Beiratsvorsitz: In den Stellungnahmen der Hausgruppensprecher:innen wurde deutlich, dass die Reaktion des Vorstands durchgehend als \u00fcberzogen angesehen wird. Diese Einm\u00fctigkeit h\u00e4tte ich nicht so erwartet.<br>Interessant fand ich auch, dass selbst die beteiligten WGs dem Konflikt etwas Gutes abgewinnen konnten, weil sie dadurch viele Kontakte gekn\u00fcpft haben mit Bewohner:innen, die sie vorher nicht kannten.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie ist jetzt das Verh\u00e4ltnis zwischen Vorstand und Beirat?<br>NL: Es ist unseres Wissens das erste Mal, dass der Vorstand eine Entscheidung juristisch durchgezogen hat, ohne die bew\u00e4hrten Moderationsverfahren abzuwarten. Was hei\u00dft das f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Rolle des Beirats?<br>Beiratsvorsitz: Das stimmt so nicht. Es hat Moderationsversuche und Gespr\u00e4che sowohl mit den WGs wie auch mit dem Vorstand gegeben.<br>Es ging ja auch um den Beiratsbeschluss vom letzten August, in dem wir Regeln zum Aufh\u00e4ngen von Bannern entwickelt haben. Als H\u00fcter:innen der Beiratsbeschl\u00fcsse haben wir den Vorstand darauf hingewiesen.<br>NL: Was war das Ergebnis der Gespr\u00e4che?<br>Beiratsvorsitz: Keins in Bezug auf eine L\u00f6sung des Konfliktes. Er ist der Ansicht, dass der Beschluss politische Banner nicht einbezieht.<br>Beiratsvorsitz: Wir stehen in einem strukturellen Dilemma. Nach der Satzung ist es v\u00f6llig klar, dass der Beirat nur ein beratendes Organ ist. In der Praxis hat sich aber herausgestellt, dass der Vorstand den Beirat ernst nimmt. Er nimmt an den Beiratssitzungen teil, gibt bereitwillig Ausk\u00fcnfte, beantwortet die FAQ sehr sorgf\u00e4ltig. In diesem konkreten Fall ist der Prozess anders verlaufen, weil der Vorstand sich letztlich immer auf die Satzung berufen kann, die ihm das Recht gibt, genossenschaftliche Dinge allein zu entscheiden.<\/p>\n\n\n\n<p>Braucht der Beirat mehr formale Rechte gegen\u00fcber dem Vorstand?<br>Beiratsvorsitz: Bislang haben wir keinen Bedarf gesehen. Wir arbeiten gut mit dem Vorstand zusammen, wir besprechen vorab jede Beiratssitzung. Hier ist das erste Mal ein richtiger Konflikt entstanden. Das Verschicken der Abmahnungen fanden wir vom Beiratsvorsitz auch nicht gut. Aber diese Aktion ist ein Einzelfall, ich w\u00fcrde da keine strukturelle Problematik sehen.<br>Beiratsvorsitz: Wenn jemand der Ansicht ist, der Beirat solle mehr verbindliche Rechte bekommen, muss die Initiative aus der Mitgliedschaft kommen. Darum wird es spannend, wie die Meinungsbildung in den H\u00e4usern l\u00e4uft. Wir sollten auch im Blick behalten, dass die Amtszeit des Vorstands abl\u00e4uft und wir diese Fragen mit seiner Nachfolgerin oder seinem Nachfolger aushandeln m\u00fcssen. Ich nehme mit Freude wahr, dass sich der Aufsichtsrat aktiv in das Management und in die Bearbeitung des aktuellen Konfliktes eingeschaltet hat. Es wird spannend, wie solche Fragen in den Auswahlprozess eingebracht werden.<br>Ohne dass ich das schon arbeitsrechtlich gepr\u00fcft habe, k\u00f6nnte ich pers\u00f6nlich mir vorstellen, dass der Vorstand durch eine Klausel im Arbeitsvertrag neben den formal-satzungsgem\u00e4\u00dfen Aufgaben auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Beirat zur F\u00f6rderung unserer lebendigen und gew\u00fcnschten Kultur der Selbstverwaltung verpflichtet wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie wird der Konflikt um die Banner im Beirat weiter behandelt?<br>Beiratsvorsitz: Der Beirat hat beschlossen, die Frage, ob politische Banner aufgeh\u00e4ngt werden k\u00f6nnen, in den Hausgruppen zu diskutieren. Jede:r, die\/der hier wohnt, sollte ihre\/seine Meinung kundtun. Es geht also um ein Meinungsbild, um individuelle Meinungen und nicht um eine Position der Hausgruppe. Der Hintergrund ist, dass es vermutlich eine Menge Leute gibt, die es nicht gut finden, mit Bannern Meinungen kundzutun. Allen Stimmen soll Raum gegeben werden. Auf der n\u00e4chsten Beiratssitzung tragen wir die Ergebnisse der Meinungsbildung zusammen. Wie es dann weitergeht, h\u00e4ngt von den Ergebnissen ab. Wie viele beteiligen sich \u00fcberhaupt, mit welchen Positionen, wie verteilen sich Mehrheit und Minderheiten &#8211; da kann man jetzt nur spekulieren. Wir haben uns aber fest vorgenommen, eine Woche nach der Beiratssitzung einen Vorschlag zu machen, in welche Richtung der Augustbeschluss des letzten Jahres \u00fcberarbeitet werden soll.<br>NL: Wie stimmt Ihr Euch mit dem Vorstand ab?<br>Beiratsvorsitz: Wir haben auch den Vorstand und Aufsichtsrat um eine Stellungnahme gebeten. Dann kommt es darauf an, wie die neue Regelung aussehen wird. Bei politischen Bannern bekommen wir sicher ein Problem. Alles, was der Beirat aushandelt, ist eine rechtliche Grauzone &#8211; wenn der Vorstand nicht mitspielt, m\u00fcssen wir das akzeptieren.<br>Beiratsvorsitz: Ich sehe in diesem Konflikt aber auch gro\u00dfe Chancen f\u00fcr die Weiterentwicklung f\u00fcr uns als M\u00f6ckernkiez-Gemeinschaft. Dazu geh\u00f6rt auch, wahrzunehmen, dass die, die sich gegen die Banner ausgesprochen haben, sich vereinnahmt f\u00fchlen von diesen politische Forderungen. Das m\u00fcssen wir ernst nehmen. Das bringt mich zu der Frage, wie wir es schaffen, Minderheiten einen Raum zu geben, wo sie sich frei \u00e4u\u00dfern k\u00f6nnen. Darauf habe ich noch keine Antwort. Ich vertraue hier aber ganz auf den Prozess. Einen wichtigen Beitrag leisten hier unsere offenen Veranstaltungsformate.<br>Der Jour Fixe der AG Zusammenleben am 28. M\u00e4rz wird den Konflikt aufgreifen, und f\u00fcr den Fr\u00fchsommer ist ein weiteres Open Space geplant. Und am 3. Mai werden sich bei einer Online-Konferenz alle Aufsichtsrats-Kandidat:innen den Fragen der Genossenschafter:innen stellen, auch da kann der Umgang mit solchen Konflikten angesprochen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Bald wieder frisches Gem\u00fcse<br>&#8222;Tiny Farms&#8220; im M\u00f6ckernkiez geht weiter<br>Tiny Farms, das sind Jacob und Tobias aus dem M\u00f6ckernkiez, die vor einem Jahr angefangen haben, in Brandenburg mit einem neuen Konzept Gem\u00fcse anzubauen. Auch wenn es im Winter kein frisches Tiny Farms Gem\u00fcse auf dem Kiezplatz gab, ist das Projekt dennoch gewachsen. So starten Jacob und Tobias dieses Jahr mit einem Team aus inzwischen fast zehn Menschen in die neue Saison.<br>Aus einer Tiny Farm sind inzwischen zwei geworden und im Herbst wurden sie bereits mit dem Next Organic Award der Heinrich-B\u00f6ll-Stiftung ausgezeichnet. 2021 geht es f\u00fcr Tiny Farms vor allem darum, mehr Menschen den Einstieg in den Gem\u00fcsebau zu erm\u00f6glichen. Wie das gehen kann, erprobt in dieser Saison eine kleine Gruppe von Pionier:innen auf der Tiny Farm No.2.<br>Daf\u00fcr haben Jacob und Tobias eigens die Tiny Farms Academy als gemeinn\u00fctzigen Tr\u00e4ger f\u00fcr den niederschwelligen Einstieg in den Gem\u00fcsebau gegr\u00fcndet und suchen noch Unterst\u00fctzer:innen, um auch dieses Vorhaben realisieren zu k\u00f6nnen.<br>Konkret werden noch Menschen gesucht, die sich an Mini-Stipendien f\u00fcr die Gem\u00fcse-Pionier:innen beteiligen m\u00f6chten! Kontakt: http:\/\/www.tinyfarms.de<br>Das Wichtigste zum Schluss: Es wird wieder Tiny Farms Gem\u00fcse im M\u00f6ckernkiez geben. Nachdem die letzte Saison ein voller Erfolg war, wird der Marktstand wieder ab Mai 2021 aufgebaut. Die genauen Termine werden fr\u00fchzeitig bekannt gegeben. Die Marktfrauen und Tiny Farms freuen sich schon auf eine sommerliche Saison mit frischem Gem\u00fcse auf dem Kiezplatz!<\/p>\n\n\n\n<p>AG Zusammenleben im Kiez<br>Alt werden im M\u00f6ckernkiez &#8211; etwas hat mir gefehlt<br>Es war eine eindrucksvolle Veranstaltung am 28. Februar per Videokonferenz mit \u00fcber 60 Teilnehmer:innen. Verschiedene M\u00f6glichkeiten wurden aufgezeigt, wie wir uns solidarisch gegenseitig unterst\u00fctzen k\u00f6nnen. Wesentlich war auch der Gedanke, dass wir im M\u00f6ckernkiez leichter dem Schicksal entgehen k\u00f6nnen, allein und einsam zu sein.<br>Das Wohngemeinschafts-Projekt \u201eLebendig Altern\u201c, dessen Entwicklung Ulrike vorstellte, war ein wesentlicher Beitrag, als Gegenentwurf zum Leben im Altenheim, verbunden mit \u00f6konomischen, kosteng\u00fcnstigeren und \u00f6kologischen Aspekten. Ein Miteinander w\u00e4re zwar auch im M\u00f6ckernkiez in einzelnen Wohnungen m\u00f6glich gewesen, aber das unmittelbare Gemeinsame ist ihnen besonders wichtig. Die WG ist wie eine Versicherung: Es wird vieles auf mehrere Schultern gegeben. Das hat mich beeindruckt.<br>Aber es hat mir auch etwas Wesentliches gefehlt. Der Gedanke, was die Beziehung zur j\u00fcngeren und zur jungen Generation bedeutet, kam im Laufe der Veranstaltung fast nicht vor. Neben der Gemeinschaft innerhalb unserer Altersgruppe ist f\u00fcr mich die Begegnung mit den Generationen meiner Kinder und Enkel ein wesentlicher Lebensinhalt. Da kommen verschiedene Perspektiven auf das Leben miteinander ins Spiel. Das Leben \u00e4ndert sich heute sehr schnell. Manches sieht f\u00fcr unsere Kinder ganz anders aus, als es f\u00fcr uns einmal gewesen war.<br>Unsere Erfahrungen k\u00f6nnen sich gegenseitig befruchten. Praktisch k\u00f6nnen wir uns gegenseitig helfen. Dinge die uns schwerfallen, k\u00f6nnen unsere Kinder f\u00fcr uns leisten. Umgekehrt k\u00f6nnen wir uns \u2013innerhalb der Grenzen unserer Kr\u00e4fte &#8211; um ihre Kinder k\u00fcmmern. Den Umgang mit den Enkeln empfinde ich als gro\u00dfe Bereicherung, als wesentlichen Teil meiner Lebenserf\u00fcllung.<br>&#8222;Praktisch k\u00f6nnen wir uns gegenseitig helfen&#8220;<br>Die vorgestellten Modelle der Altengemeinschaften finde ich in unserer modernen Gesellschaft sehr wichtig. Denn viele alte Menschen haben heute aus verschiedenen Gr\u00fcnden keinen Kontakt zu leiblichen Nachkommen. Trotzdem ist f\u00fcr mich die Kommunikation zwischen den Generationen wesentlich. Und es gibt heute diverse Projekte, sie auch da zu erm\u00f6glichen, wo es mit den eigenen Nachkommen nicht m\u00f6glich ist.<br>Vielleicht k\u00f6nnten wir das auch im M\u00f6ckernkiez versuchen. Wenn wieder einmal ein allgemeines Gespr\u00e4ch zum Altwerden angesetzt wird, w\u00fcrde ich mir w\u00fcnschen, dass die Beziehung zwischen den Generationen auch thematisiert wird.<\/p>\n\n\n\n<p>AG Gr\u00fcner Daumen<br>Gie\u00df-Patenschaften gesucht<br>Fr\u00fchling l\u00e4sst sein blaues Band\u2026 B\u00e4ume und Str\u00e4ucher beginnen zu sprie\u00dfen. Heute ist der 17. M\u00e4rz. Krokusse und Winterlinge begl\u00fccken uns und schauen uns freudestrahlend an. Noch ist es k\u00fchl, feucht und windig. Und es regnet sogar zwischendurch! Freuen wir uns also auf den Fr\u00fchling, die Sonne, das Licht und die W\u00e4rme. Falls die ersehnte Sonne es doch zu gut mit uns meint, h\u00f6ren wir die B\u00e4ume wieder nach Wasser rufen.<br>Im letzten Jahr stellte es sich immer wieder als Problem dar, die B\u00e4ume an der Yorckstra\u00dfe ausreichend zu gie\u00dfen. Die Gewerbetreibenden waren damit \u00fcberfordert. In diesem Jahr kommt der Yorckplatz mit den Blumenk\u00e4sten und den frisch gepflanzten B\u00e4umen als neues Aufgabengebiet hinzu. Die Gew\u00e4hrleistung der zust\u00e4ndigen Firma ist bis Ende Juni vertraglich abgesichert. F\u00fcr den Platz haben wir bereits Paten gefunden. Auch um die B\u00e4ume an der Yorckstra\u00dfe werden sich zwei Frauen aus dem Kiez k\u00fcmmern.<br>Doch das wird nicht ausreichen. Die Kr\u00e4fte sind begrenzt. Deshalb unsere Frage und Bitte an alle Kiezbewohner:innen: Wer kann zus\u00e4tzlich beim Gie\u00dfen der B\u00e4ume und Str\u00e4ucher unterst\u00fctzen? Vielleicht k\u00f6nnen auch \u201ej\u00fcngere\u201c Leute dazukommen\u2026. Die AG Gr\u00fcner Daumen bittet um zahlreiche Meldungen.<br>Ein Schoko-Osterei ist sicher. An dieser Stelle ein ganz gro\u00dfes Dankesch\u00f6n an alle, die sich im vergangen Jahr mit viel Einsatz darum gek\u00fcmmert haben, dass es so gr\u00fcn und bunt im M\u00f6ckernkiez aussieht.<\/p>\n\n\n\n<p>Pl\u00e4ne f\u00fcr den Park am Gleisdreieck<br>Ein Freiraum f\u00fcr alle!<br>Es wird Fr\u00fchling, die N\u00e4chte werden milder und Corona sorgt weiter daf\u00fcr, dass Bars und Clubs geschlossen bleiben. Also wird wohl wieder wie in den letzten Jahren nach Einbruch der Dunkelheit im Park am Gleisdreieck Party gemacht &#8211; oft zum Verdruss der Menschen, die am Park wohnen. Nachts L\u00e4rm, morgens Berge von M\u00fcll &#8211; so soll es nicht weitergehen, findet auch der Parknutzer:innenbeirat, in dem Frank und Imme f\u00fcr den M\u00f6ckernkiez vertreten sind.<br>F\u00fcnfmal hat sich im Winterhalbjahr ein \u201eRunder Tisch\u201c zusammengesetzt, um L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge zu entwickeln. Mit dabei waren auch die im letzten Jahr gegr\u00fcndete B\u00fcrger:innen-Initiative \u201eGemeinsam f\u00fcrs gr\u00fcne Gleisdreieck\u201c, Gr\u00fcnBerlin, der Bezirk, die Senatsverwaltung und als G\u00e4ste Ordnungsamt und Polizei. Die nur sehr lose organisierte Partyszene war nicht vertreten, die Altersgruppe &#8222;50 plus&#8220; dagegen sehr stark, wobei sich die \u00c4lteren keineswegs immer einig waren.<br>Mehr und gr\u00f6\u00dfere M\u00fcllbeh\u00e4lter, mehr und l\u00e4nger ge\u00f6ffnete Toiletten, mehr Plakate und Infotafeln mit der Aufforderung zu mehr R\u00fccksichtnahme wurden als Sofortma\u00dfnahmen vorgeschlagen. Auch eine gemeinsame M\u00fcllsammelaktion wurde angeregt, die Parkaufsicht soll in Schulungen besser auf Konfliktsituationen vorbereitet werden und insgesamt m\u00fcsse die Kommunikation zwischen allen Beteiligten verbessert werden.<br>Zu oft wurde in der Vergangenheit die Verantwortung hin- und hergeschoben. Die Parkaufsicht darf keine hoheitlichen Aufgaben \u00fcbernehmen, also auch keine Bu\u00dfgelder eintreiben. Das Ordnungsamt hat nachts keine Schichten und die Polizei hat zu wenig Personal, um in Notf\u00e4llen schnell und wirksam t\u00e4tig zu werden. Aber diese Stellen wollen sich k\u00fcnftig besser miteinander austauschen, bislang gab es noch nicht einmal eine gemeinsame Telefonnnummer, die Anwohner:innen anrufen konnten.<br>Gr\u00fcnBerlin ist gerade dabei, in einem \u201eReallabor\u201c Anregungen f\u00fcr die Nutzung des Parks zu sammeln. Gesucht werden Ideen zum Mitmachen und Visionen f\u00fcr eine nachhaltige Stadtentwicklung. In einer ersten Diskussionsrunde wurde beispielsweise angeregt, an einem zentralen Platz den gesammelten M\u00fcll in einer Plexiglasr\u00f6hre zu pr\u00e4sentieren, um das Bewusstsein f\u00fcr M\u00fcllvermeidung zu sch\u00e4rfen. Ein anderer Vorschlag: einzelne B\u00e4nke im Park werden als \u201eDialogb\u00e4nke\u201c gekennzeichnet. Wer sich dort hinsetzt, signalisiert: Nimm Platz, lass uns miteinander reden! Gerade in der Pandemie fehlt ja vielen die M\u00f6glichkeit, in Kontakt mit anderen zu kommen. Auch Kunstprojekte und gemeinsame Pflanz- und Tierbeobachtungsaktionen mit Beteiligung von Kindern sind geplant. Der Park ist ein Freiraum f\u00fcr alle &#8211; es liegt an uns, wie wir damit umgehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fragen an den BeiratsvorsitzWie geht es weiter nach dem Bannerkonflikt? Am 4. 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