{"id":9716,"date":"2021-04-28T19:17:32","date_gmt":"2021-04-28T17:17:32","guid":{"rendered":"https:\/\/moeckernkiez.org\/?page_id=9716"},"modified":"2021-04-28T19:33:22","modified_gmt":"2021-04-28T17:33:22","slug":"moeckernkiez-newsletter-nr-32-mai-2021","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/moeckernkiez.org\/?page_id=9716","title":{"rendered":"M\u00f6ckernkiez Newsletter &#8211; Nr. 32 &#8211; Mai 2021 (Auszug)"},"content":{"rendered":"\n<p>Mitgliederversammlung und Neuwahl des Aufsichtsrates<br>Am 3. Mai stellen sich Bewerber:innen vor<br>Wer wird neuer Vorstand? Wie entwickelt sich der M\u00f6ckernkiez nach der Konsolidierung weiter? Was ist mit den 1.500 &#8222;unversorgten&#8220; Mitgliedern? Wollen wir neu bauen? \u00dcber diese und andere Zukunftsfragen wird in naher Zukunft entschieden werden m\u00fcssen. Eine erste wichtige Weichenstellung findet mit der Neuwahl das Aufsichtsrates in der kommenden Mitgliederversammlung am 31. Mai (17 Uhr, onlline) statt. Ein umfangreicher Wechsel steht an. Neben Max und Sabine, die schon vor l\u00e4ngerer Zeit ausgeschieden sind, nehmen nun auch Wolfgang und Rainer Abschied. Alle vier waren seit mehreren Wahlperioden aktiv. Auch Sanika hat ihre Arbeit im Aufsichtsrat beendet, da sie zwischenzeitlich als Vorst\u00e4ndin t\u00e4tig war. Nur Silvana und Petja kandidieren erneut. Der neue Aufsichtsrat wird mitbestimmen, in welche Richtung sich die Genossenschaft entwickelt. So ist eine der ersten Amtshandlungen nach der Neukonstitution die Auswahl des neuen kaufm\u00e4nnischen Vorstandes. Das alles ist Grund genug, die Kandidat:innen schon vor der Mitgliederversammlung kennenzulernen. Eine gute Gelegenheit dazu bietet eine Onlineveranstaltung am 3. Mai (Beginn: 19 Uhr). In der vom Aufsichtsrat unterst\u00fctzten Veranstaltung des Beirates werden sich die Genoss:innen vorstellen, die sich um ein Mandat bewerben.<br>Die beiden Aufsichtsratsmitglieder Wolfgang und Rainer kandidieren nicht erneut.<br>Bisher (26.4.) haben sechs Bewerber:innen ihre Teilnahme zugesagt: Ulrike, Helmut, Jan, Sven, Petja und Hille. Silvana wird nicht teilnehmen. Grunds\u00e4tzlich sind aber Bewerbungen f\u00fcr den Aufsichtsrat noch bis zur MV m\u00f6glich.<br>Termin: 3. Mai, 19 Uhr auf BigBlueButton; Zugangslink: https:\/\/v01.werk21.team\/b\/tho-ea1-0qk-d9b<\/p>\n\n\n\n<p>Corona-Diskussion der AG Zusammenleben<br>Kritik aushalten \u2013 ein Lernprozess<br>Auch im M\u00f6ckernkiez gehen die Meinungen zur Pandemie und zum Lockdown sehr weit auseinander. Wie kommen Nachbar:innen miteinander klar, die sehr kontr\u00e4re Positionen vertreten? Spaltet Corona, wie manche bef\u00fcrchten, den Kiez? Wie gehen wir im Kiez mit heiklen Konfliktthemen um, ohne dass der Zusammenhalt in Frage gestellt wird?<br>Rund 50 Teilnehmende loggten sich am letzten Aprilsonntag in die Online-Diskussion der AG Zusammenleben ein, um miteinander ins Gespr\u00e4ch zu kommen. Helmut und Hille als Moderationsteam hatten ein strenges Konzept f\u00fcr einen fairen und respektvollen Ablauf ausgearbeitet. Wer sich zu Wort meldete, sollte nur von sich selber sprechen und Aussagen \u00fcber andere unterlassen, was allerdings nicht immer einzuhalten war.<br>Auf dem virtuellen Podium sa\u00dfen Anja, Christiane und Carlo und schilderten zun\u00e4chst, wie sie die vergangenen vierzehn Monate mit Corona und den Folgen erlebt haben. Carlo berichtete, in vielen Gespr\u00e4chen sei ihm deutlich geworden, dass man sich nicht gegenseitig \u00fcberzeugen k\u00f6nne.<br>Christiane bekam sehr bald das Gef\u00fchl, in der Berichterstattung der Medien stimme einiges nicht. Grundrechte seien in Gefahr geraten. Auf den ersten Demonstrationen habe sie viele interessante Menschen getroffen, mit denen sie Freundschaft geschlossen habe. Sie sei ersch\u00fcttert dar\u00fcber, dass alle, die die Pandemiepolitik kritisieren, als Rechtsextreme und Corona-Leugner dargestellt w\u00fcrden.<br>Aus dem Plenum gab es Widerspruch. Man m\u00fcsse unterscheiden zwischen Menschen, die sich im Lockdown Sorgen machen und viele der angeordneten Ma\u00dfnahmen widerspr\u00fcchlich und nicht zielf\u00fchrend finden, und den &#8222;Querdenkern&#8220;.<br>Die Organisatoren der Demonstrationen seien von Rassisten und Antisemiten gesteuert, damit werde eine rote Linie \u00fcberschritten. Wer mit ihnen auf die Stra\u00dfe gehe, m\u00fcsse sich vorwerfen lassen, sich nicht deutlich gegen Rechts abzugrenzen. Anja entgegnete, sie sei nach wie vor mit Menschen befreundet, die mit Querdenkern sympathisieren und wolle sich nicht v\u00f6llig von ihnen distanzieren.<br>Einige Teilnehmende berichteten von schwierigen Gespr\u00e4chen und belastenden Konflikten. Kritische Meinungen, hie\u00df es in einigen Diskussionsbeitr\u00e4gen, w\u00fcrden diffamiert. Manche h\u00e4tten Angst, ihre Ansichten zu \u00e4u\u00dfern. Dem hielten andere entgegen, wer sich mit der Beteiligung an Querdenkerdemos so exponiere, m\u00fcsse Kritik daran aushalten k\u00f6nnen. Harte Auseinandersetzungen seien in einer Demokratie normal, niemand solle in Watte gepackt werden. Kriterien f\u00fcr konstruktive Kritik zu entwickeln und sich auf gemeinsame Werte zu verst\u00e4ndigen, wurde gefordert. Man m\u00fcsse respektvoll im Gespr\u00e4ch bleiben, aber auch klare Grenzen aufzeigen.<\/p>\n\n\n\n<p>AG Nachbarschaftshilfe<br>Online-Veranstaltung zum Thema Patientenverf\u00fcgung<br>F\u00fcr die Zusammenstellung einer Patientenverfu\u0308gung sind wohl viele von uns froh, wenn sie Unterstu\u0308tzung bekommen. Denn dies ist grunds\u00e4tzlich ein schwieriges Thema, das man gerne beiseite schiebt und das uns vor viele medizinische Fragen stellt, die wir ohne Fachwissen nicht so einfach beantworten k\u00f6nnen. Mit Iris und Harald aus unserer \u201eAlten-WG\u201c sind zwei nicht mehr in ihrer Hausarztpraxis t\u00e4tige Mediziner:innen bereit, uns einen \u00dcberblick zum Themenkreis Patientenverfu\u0308gung zu geben. Dies soll uns helfen, uns mit der Verfu\u0308gung zu befassen und diese erstmal fu\u0308r uns auszufu\u0308llen. In einem zweiten Schritt sind Harald und Iris bereit in einem Einzel- oder Kleingruppengespr\u00e4ch diese Verfu\u0308gungen noch einmal durchzusehen und eventuelle Anpassungen, Pr\u00e4zisierungen oder Erg\u00e4nzungen zu erarbeiten. Dies kann dann auf Anmeldung im Rahmen der Freitagssprechstunde der Nachbarschaftshilfe stattfinden. 30. April 2021, 16 Uhr.<br>Der Zugangslink zur Sprechstunde:<br>https:\/\/v01.werk21.team\/b\/moc-wt6-9ua-v8q<\/p>\n\n\n\n<p>AG Politik und AG Kreuzberger Nachbarschaft<br>Diskussionsveranstaltung zum Volksbegehren mit Rouzbeh Taheri<br>Die Diskussion um die Vergesellschaftung der gro\u00dfen Immobilienbest\u00e4nde geht auch im M\u00f6ckernkiez weiter. Am 20. April zogen Mitglieder der &#8222;Alten-WG&#8220;, unterst\u00fctzt von anderen Bewohner:innen, mit ihrem abgeh\u00e4ngten Banner durch den Gleisdreieck-Park. Die Aktion &#8222;Bannerl\u00fcften&#8220; erregte gro\u00dfes Aufsehen, es gab spannende Diskussionen zwischen Parkg\u00e4sten und den M\u00f6ckernkiezler:innen.<br>&#8222;Deutsche Wohnen &amp; Co enteignen&#8220; und die Frage der Vergesellschaftung der gro\u00dfen Immobilienkonzerne ist gerade nach dem Scheitern des Mietendeckels auch in den Genossenschaften weiter ein Diskussionsthema. Viele Genossenschafter:innen beteiligen sich aktiv an der Kampagne. Aber es gibt auch Skepsis und erbitterte Gegnerschaft. Sind Enteignung und Vergesellschaftung ein Beitrag zur L\u00f6sung der Wohnungskrise? Und was haben Genossenschaften damit zu tun? Infos und Einsch\u00e4tzungen aus erster Hand gibt es am Dienstag, 18. Mai um 19 Uhr in einer Online-Diskussion mit Rouzbeh Taheri. Taheri ist seit vielen Jahren in der Mietenbewegung aktiv und einer der Sprecher von &#8222;DW &amp; Co enteignen&#8220;. Die Veranstaltung wird gemeinsam getragen von der AG Kreuzberger Nachbarschaft und der AG Politik im Verein M\u00f6ckernkiez e.V. sowie der Initiative &#8222;Die Genossenschafter*innen&#8220;.<br>Der Zugang: https:\/\/v01.werk21.team\/b\/moc-haw-2lr-nba Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.<\/p>\n\n\n\n<p>AG M\u00f6ckernkiez rational<br>&#8222;Mehr inhaltliche Kontroverse \u00fcber die Querdenkerbewegung&#8220;<br>Als am 24. April eine Gruppe &#8222;Querdenker&#8220; den Mehringdamm hochzog, hatten sich auf H\u00f6he Yorckstra\u00dfe rund 1.000 Menschen zum Gegenprotest versammelt. Unter ihnen waren viele M\u00f6ckernkiezler:innen. Ansto\u00df f\u00fcr diese &#8222;M\u00f6ckernkiez-Mahnwache&#8220; war ein Aufruf &#8222;Querdenkern widersprechen \u2013 Querdenkern entgegentreten&#8220;, der einige Tage vorher im M\u00f6ckernkiez aufgetaucht war. Dort hei\u00dft es: &#8222;Die Bewegung der Querdenker ist rechtsoffen, verharmlost den Holocaust und paktiert mit Neonazis. Die Querdenker gef\u00e4hrden Menschenleben. Sie sind eine Bedrohung.&#8220;<br>Die M\u00f6ckernkiez-Mahnwache begann an der Hornstra\u00dfe. Da der Querdenker-Umzug auf den Mehringdamm umgeleitet wurde, zog man von dort zur Kreuzung Mehringdamm\/Yorckstra\u00dfe.<br>Verantwortlich f\u00fcr den Aufruf zeichnet die AG M\u00f6ckernkiez rational. Sie schreibt \u00fcber sich: &#8222;Wir sind ein loser Zusammenschluss von Bewohnerinnen des M\u00f6ckernkiezes, die ein antifaschistisches Selbstverst\u00e4ndnis verbindet. Wir sind der \u00dcberzeugung, dass es im Kiez eine Vielfalt von Lebensentw\u00fcrfen geben soll. Das bedeutet allerdings nicht, dass jede Meinung, Haltung und Ideologie widerspruchslos zu ertragen ist, nur um den Frieden und die Behaglichkeit des Lebens in unserer Nachbarschaft nicht zu st\u00f6ren.&#8220;<br>F\u00fcr Bernhard, einen der Initiatoren, ist die Gr\u00fcndung der AG auch eine Reaktion auf den vom Beirat verantworteten April-Jour-fixe, der die Kontroversen um &#8222;Corona&#8220; vorrangig als Kommunikationsproblem behandeln wollte (s. Bericht). Bernhard: &#8222;Wir haben mit den Moderatoren gesprochen, dass es in dem Moment, in dem Nachbar:innen aus dem M\u00f6ckernkiez zu Querdenker-Demos gehen nicht ausreicht, \u00fcber Kommunikationsformen zu reden, weil von den Querdenkern Gefahren ausgehen. Wir sind \u00fcberzeugt, dass es in zentralen gesellschaftspolitischen Themen keine Neutralit\u00e4t gibt. Es ist ein Unterschied, ob Leute einzelne Ma\u00dfnahmen der Pandemiebek\u00e4mpfung kritisch sehen oder ob sie sich einer antisemitischen, rechtsextremen Bewegung anschlie\u00dfen.&#8220;<br>Die AG will als lockerer Zusammenschluss weiterarbeiten und &#8222;aktiv werden, wenn es Mitgliedern n\u00f6tig erscheint&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>AG Kommunikation<br>Einladung zum Gespr\u00e4ch<br>Es ist f\u00fcr viele von uns ganz wunderbar, in unserem Kiez zu wohnen \u2013 mit den vielen Kontakten, der lebendigen Nachbarschaft, den vielen M\u00f6glichkeiten sich zu begegnen, zu engagieren und zu profitieren \u2013 ob im Caf\u00e9, im Forum, in den Gremien und Gruppen, den AGs, in den H\u00e4usern und auf den Freifl\u00e4chen.<br>Es bleibt nicht aus, dass hier Konflikte entstehen: Die W\u00e4scheleine meines Gegen\u00fcbers st\u00f6rt; meinen Nachbarn irritiert das Gezwitscher meines Vogels; warum gr\u00fc\u00dft mich meine Nachbarin nicht mehr? \u2026Manchen von uns f\u00e4llt es leicht, diese anzusprechen und selbstst\u00e4ndig zu l\u00f6sen. Andere wiederum tun sich schwer, weil sie sich nicht trauen, etwas offen zu sagen und sich auseinanderzusetzen. Oder vielleicht aus Sorge, sich zu zeigen oder abgelehnt zu werden, in der Minderheit zu sein oder nicht die richtigen Worte zu finden \u2026Es spricht sich manchmal auch leichter \u00fcber jemanden als miteinander. Aber l\u00f6st das irgend etwas? Wohl kaum, es verschlechtert eher die Atmosph\u00e4re.<br>&#8222;Man kann nicht nicht kommunizieren&#8220; (Paul Watzlawick) &#8211; wir von der AG Kommunikation, in der Menschen zusammengekommen sind, die unter anderem in dem Feld von Mediation, Moderation und Konfliktbew\u00e4ltigung geschult und erfahren sind, haben es uns zur Aufgabe gemacht, hier zu unterst\u00fctzen.<br>Im gesch\u00fctzten Raum unter Wahrung der Vertraulichkeit wollen wir denen, die sich mit ihren Sorgen und Problemen an uns wenden, Impulse und Anregungen geben, mit denen ein bisher vielleicht vermiedener oder bereits offen zu Tage getretener Konflikt angegangen und gel\u00f6st werden kann. Wenn du nicht weiter wei\u00dft, schreib uns. Wir freuen uns darauf und hoffen, dass du und die an dem Konflikt Beteiligten letztlich gest\u00e4rkt aus der belastenden Situation herausgehen k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mitgliederversammlung und Neuwahl des AufsichtsratesAm 3. 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